Agricom Kompetenzmodell: Welche Weiterbildung passt zu mir?

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Gärtner Mustermann möchte sich im Bereich Beregnungstechnik weiterbilden. Doch schätzt er seine bisherigen Kompetenzen in diesem Bereich richtig ein, und welche kann er noch erwerben? Bei der Suche nach der passenden Weiterbildung will jetzt das Agricom Kompetenzmodell helfen. 

Dazu gibt Gärtner Mustermann auf der Agricom-Website als Suchbegriff „Beregnungstechnik“ ein. Daraufhin wird ihm eine Liste von Kompetenzen angeboten, die für diese Tätigkeit gebraucht werden. Gärtner Mustermann markiert die Kompetenzen, die er bereits hat und bekommt als Ergebnis mitgeteilt, welche Kompetenzen ihm noch fehlen. Im Gegenzug geben Weiterbildungsanbieter ein, welche Kompetenzen bei ihnen gelehrt werden. Das Agricom Kompetenzmodell vergleicht diese Eingaben und bietet Gärtner Mustermann die passende Fortbildung an.

Die Grundlage dafür bildet das Wacom Kompetenzmodell (WAter COmpetence Model Transfer), durch das erstmals ein Referenzmodell für die Kompetenzmodellierung in der Wasserwirtschaft eingeführt wurde. Dieses ermöglicht die Identifizierung des Bildungsbedarfs, der benötigten Kompetenzen und Qualifikationen an bestimmten Arbeitsplätzen sowie die Verbesserung der Transparenz und Vergleichbarkeit von Berufsbildungsangeboten.

Dieses Modell wird nun auf den landwirtschaftlichen Bereich, mit Schwerpunkt auf Bewässerung und Hydroponik, übertragen und im Internet zur Verfügung stehen. Das zweijährige Agricom-Projekt startete im vergangenen Herbst. In ihm arbeiten sieben Partner aus Deutschland, Griechenland, Italien und den Niederlanden zusammen, die in der Kompetenzmodellierung, der Aus- und Weiterbildung, dem E-Learning oder der Forschung aktiv sind.

Um den Nutzen und die Eignung des Modells zu gewährleisten, wird ein enger Kontakt zu Experten in Praxis, Lehre und Politik hergestellt. In nationalen Workshops und Umfragen wird einer der wichtigsten einführenden Schritte des Agricom-Projektes unterstützt: die Durchführung einer detaillierten Bedarfsanalyse in der beruflichen Weiterbildung und Kompetenzmodellierung.

„Das Feedback der Workshop-Teilnehmer, erfahrene Fachleute aus den jeweiligen Ländern, stellt sicher, dass sich das Agricom Kompetenzmodell mit der realen beruflichen Weiterbildung und deren Bedarf befasst und dort gefunden wird“, sagt Christian Stracke, Projektkoordinator von der Universität Duisburg-Essen. Der deutsche Workshop wurde im Februar vom Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau durchgeführt.

Ergänzend wurde ein Online-Fragebogen entwickelt, der die momentane Wahrnehmung und das Wissen über den Bedarf in der Weiterbildung sowie die Erwartungen an ein Kompetenzmodell in der Landwirtschaft erfassen soll. Die Beantwortung des Online-Fragebogens nimmt den Angaben zufolge ca. 15 Minuten in Anspruch. (ts/agricom)

 

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