4. 7. 2012

Staatssekretär Kloos (BMELV) sagt Gartenbau Unterstützung zu

Staatssekretär Kloos besuchte zwei Gärtnereien am Niederrhein: Heinrich Hiep informiert Kloos über eine Torenien-Sorte, die in Kevelaer als blühende Topfpflanze angebaut wird (Foto oben), Kloos und Hiep bei der Führung über die umfangreichen Freilandflächen im Betrieb von Udo Keyers und Sohn Jan (Foto unten, v. l. n. r.). Fotos: LV Rheinland/Fischer
Staatssekretär Kloos besuchte zwei Gärtnereien am Niederrhein: Heinrich Hiep informiert Kloos über eine Torenien-Sorte, die in Kevelaer als blühende Topfpflanze angebaut wird (Foto oben), Kloos und Hiep bei der Führung über die umfangreichen Freilandflächen im Betrieb von Udo Keyers und Sohn Jan (Foto unten, v. l. n. r.). Fotos: LV Rheinland/Fischer

Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), besuchte unlängst die Gärtner am Niederrhein. Zwei Betriebsbesuche und eine Rundfahrt durch die Region standen auf dem Programm. Kloos sagte dabei seine Unterstützung seitens der Politik für gärtnerische Belange zu. 

„Blumen und Pflanzen sind ein Stück Lebensqualität“ – darin waren sich Kloos und Heinrich Hiep, Vorsitzender des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) und Präsident des Landesverbandes Gartenbau Rheinland, einig. Hiep, der in Kevelaer mit seiner Familie eine Gärtnerei für blühende Topfpflanzen betreibt, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren von Topfrosen komplett auf andere Kulturen umgestellt.

Staatssekretär Kloos zeigte sich von dieser unternehmerischen Anstrengung ebenso beeindruckt, wie von der Vielfalt der gärtnerischen Kulturen. Als zweite Gärtnerei stand der Azerca-Betrieb von Udo Keysers mit den umfangreichen Freilandstellflächen auf dem Programm.

Bei einer anschließenden Rundfahrt durch die Region bekam der Besucher einen umfassenden Eindruck von der Stärke des Gartenbaues am Niederrhein. Bei den Gesprächen spielten unter anderem die Themen Energie, Steuer, Baugesetzbuch, Mehrgefahrenversicherung, Absatzförderung, Bürokratieabbau sowie Ausstellungen und Messen eine wichtige Rolle.

Hiep machte deutlich, dass die Betriebe in ihrer Planungssicherheit, gerade auch beim Energieeinsatz, durch anscheinende Willkür oft ins Hintertreffen gerieten. Als Beispiele benannte er die Umsatzsteuererhebung bei Eigennutzung von Wärme aus Blockheizkraftwerken (BHKW), aber auch die Aussetzung der Energiesteuerentlastung für BHKW-Anlagen, die in der Branche kaum zu kommunizieren und auch unter dem Aspekt der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung kontraproduktiv seien.

Kloos sagte der Branche seine Unterstützung zu und versicherte, dass er auf ihrer Seite stehe. Jetzt sei es am Bundesfinanzminister, den Ball aufzugreifen und die sachlichen Argumente umzusetzen. Unterstützung sagte Kloos auch hinsichtlich des Engagements seines Hauses in der Absatzförderung für den Export zu.

Insbesondere bei der Vertretung des Ministeriums auf internationalen Gartenbaumessen wünsche sich der BVZ eine stärkere Präsenz politischer Vertreter des BMELV, so Hiep. Dies sei gerade bei neuen und schwierigen Märkten in Osteuropa oder Asien ein wichtiger Türöffner für die Unternehmen.

Ergänzt wurde die Diskussionsrunde durch den neuen Gartenbaureferenten im BMELV, Dr. Ingo Braune, die Geschäftsführerin des BVZ, Gabriele Harring, und Günter Bayer als Geschäftsführer des Landesverbandes Gartenbau Rheinland.

„Besuche dieser Art sind mehr als Kontaktpflege. Sie dienen dazu, Politiker und hohe Beamte im Ministerium auf die Stärken und die Probleme der Branche aufmerksam zu machen“, berichtet Heinrich Hiep. „Produktion bedeutet auch Emissionen. Doch ich denke, wir konnten deutlich machen, dass wir Gärtner mit diesem Thema sensibel und im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftsweise umzugehen verstehen“. (bvz/lvr)

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