Einkaufserlebnis wird immer digitaler

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Welches Licht lässt Blattgrün satter erscheinen? Das sollte dieser Vergleich auf der EuroShop zeigen. Foto: Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann

Digitalisierung war das große Thema der EuroShop 2017: Angefangen bei der intelligenten Lichtsteuerung, die Blumen und Obst optisch optimal präsentiert, bis zum vernetzten Einkaufswagen, der das Kundenverhalten analysiert. Wohin die Reise zukünftig gehen wird, zeigten vor allem humanoide Roboter.

Licht bei 3.000 Kelvin und damit im gelben Spektralbereich lässt Blütenfarben intensiver, das Blattgrün satter erscheinen. Orangeanteile des Lichts sind für Backwaren optimal und könnten auch die Weihnachtsbeleuchtung zu den Adventsausstellungen in Blumengeschäften und Gartenmärkten besonders „gülden“ erstrahlen lassen. Testreihen belegen, dass optimiertes Licht die Lust des Betrachters fördert, sich das Produkt zu kaufen.

Zielgerechte Angebote via codiertem Licht aufs Smartphone

Intelligente Lichtsysteme können aber noch mehr: Zum Beispiel zeigte Philips Lighting eine Anwendung für den Einzelhandel, die über eine App und codiertes Licht funktioniert. Der Lichtcode signalisiert, wo sich der Kunde gerade aufhält und lädt so zielgerecht Sonderangebote und Aktionen auf das Smartphone des Kunden. Das codierte Licht gibt auch Auskunft darüber, wo die Kundendichte besonders hoch ist oder wo sich „tote Ecken“ befinden.

Auch dynamisches Licht ist ein Design-Element, mit dem sich Emotionen inszenieren lassen. In diesem Zusammenhang gewinnen Screens an Bedeutung, ob als Bildmonitor oder Screenwall. Auf diese Weise lassen sich auch Webportal und POS stärker verzahnen, wozu der Gartenmarkt aber keineswegs über einen eigenen Online-Shop verfügen muss.

Zugriff auf detaillierte Produktinformationen gewinnt an Bedeutung

Stark an Bedeutung gewinnt der Zugriff auf detaillierte Produktinformationen, wie Herkunft, Materialzusammensetzung oder Produktionsbedingungen. Diese sind dann über die Ladenmonitore sowohl für das Verkaufspersonal als auch für interessierte Kunden jederzeit abrufbar.

Ein Tool zur innovativen Kundenansprache sind humanoide Roboter – noch ein vermeintliches Gadget aber mit sehr hoher Kundenaufmerksamkeit! Die Fachbesucher der EuroShop waren von den Robotern, namens Paul oder Pepper, mit ihren großen Augen und witzigen Programmierungen hellauf begeistert. Warum sollen Gartenmärkte nicht auf diese Innovationsfreude, zum Beispiel zu besonderen Events, setzen?

Virtual Promoter spricht im Geschäft potenzielle Kunden an

Der digitale Assistent heißt die Kunden willkommen, führt zum gesuchten Produkt, versorgt mit Informationen oder ruft bei Bedarf einen Mitarbeiter zum Kunden. Der Heidelberger Technologieanbieter Ameria geht mit seinem „Virtual Promoter“ ähnliche Wege: Der Promoter, ein Avatar, ist auf einem Bildschirm und spricht im Geschäft potenzielle Kunden an. Der interaktive Bildschirm wird über die Gesten des Kunden und ein digitales Menü gesteuert, das über spezielle Produkte Auskunft gibt.

Auf welchen Wegen die Digitalisierung außerdem Einzug in den stationären Handel erhält, zum Beispiel mit vernetzten Einkaufswagen, die Kundendaten für „Instore-Analysen“ liefern, lesen Sie in der April-Ausgabe von TASPO GartenMarkt, die am 7. April erschienen ist.

 

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