„Erfurt geht neue Wege“: Fachhochschule Erfurt ist große Gewinnerin

1

Das Preisgericht bei seiner Sitzung zum vierten Studentenwettbewerb Mitteldeutschland. Foto: Matthias Luz

Die Fachhochschule Erfurt ist große Gewinnerin des vierten Studenten-Wettbewerbs Mitteldeutschland unter dem Motto „Erfurt geht neue Wege“. Thema des Ideen-Wettbewerbs – ausgelobt von den Landesverbänden Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) – war die Schaffung einer Wegeverbindung zwischen den künftigen Buga-Standorten Petersberg und Nordpark. 

„Die Jury hat sich in drei Rundgängen intensiv mit den anonymisierten Entwürfen der Studenten beschäftigt und die Arbeiten auf Basis der Wettbewerbsleistungen bewertet“, sagte der Thüringer BDLA-Vorsitzende Werner Alkewitz. Preisgelder in Höhe von 850 Euro je Team gingen an die Entwürfe von Hanna Dittmann und Clarissa Keitel sowie Christian Gruner und Danilo Meixner. Für ihre Arbeiten wurden zudem Carolin Kutschbach und Erik Stein sowie Bettina Pätzold und Carolin Albrecht mit jeweils 500 Euro pro Team prämiert. Alle Preisgewinner sind Studenten der Fachhochschule Erfurt.

Die Jury konnte sich nach langer Diskussion bei ihrer Sitzung in Erfurt nicht für einen 1. Preis entscheiden, weil keiner der vier Favoritenentwürfe sich von den anderen deutlich absetzen konnte. Deshalb entschied sie sich, aus den insgesamt 15 eingereichten Arbeiten in diesem Jahr statt eines 1. Preis, zwei 2. Preise sowie zwei 3. Preise zu vergeben.

„Es gab sehr interessante Ideen und durchdachte, detailreiche Konzepte für diese Wegeverbindung“, so der Thüringer BDLA-Vorsitzende Werner Alkewitz. Der für den Ideen-Wettbewerb geplante Planungskorridor zieht sich westlich und dann nordwestlich um Erfurt herum und soll die Grünanlagen der Stadt im Süden – mit Stadtpark, Gera-Flutgraben und dem Park an der Straße der Friedens – verlängern. Ziel soll es nun sein, die Arbeiten und Entwürfe der Studenten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. „Hinter dem Wettbewerb steht die Idee, eine städtische Diskussion über eine nachhaltige Wegeverbindung im Kontext der Bundesgartenschau 2021 aufzuzeigen“, so Alkewitz.

Die städtischen Planungen sehen derzeit eine Wegführung vom Petersberg zum Nordpark durch die Stadt entlang der Gera vor. In den kommenden Wochen sollen die Entwürfe einige Wochen lang ausgestellt werden. (ts)

 
Das könnte Sie auch interessieren

Leserkommentare


  1. Eine barrierefreie (!) Wege-Verbindung zwischen dem Erfurter Domplatz und der Veste Petersberg ist dankenswerterweise vom ehem. Chefkonstrukteur der RBD Erfurt, Dipl.-Ing. Tolksdorf (86), entwi- ckelt und den Entscheidern der Landeshauptstadt vorgelegt worden (TA vom 01.09.15). Der Entwurf ist mit großem Interesse aufgenommen worden und stellt die praktikabelste Lösung dar, die derzeit verfügbar ist. Die Weg verbindet die Tiefgarage unter dem Petersberg mit dem Domplatz durch den vorhandenen Tunnel und den vorhandenen Aufzug. Vom vorhandenen Aufzug erstreckt sich eine mehrfach abgewinkelte Fußgängerbrücke, in 15 m Höhe, vorbei am Landgerichtsgebäude in Richtung Wallanlage am Mauerfuß. Ein zweiter Aufzug, hinter der Festungsmauer, bringt den Besucher zum bestmöglichen Aussichtspunkt über der Stadt, bereits bekannt durch das Wachhäuschen an der Mau- erecke über der Einfahrt zur Tiefgarage. Die Lösung ist in ihrer Schlichtheit brilliant zu nennen. Herrn
    Tolksdorf wird an dieser Stelle Hochachtung und Dank ausgesprochen, für den Einsatz für seine Stadt.
    +26
    141 115

Diesen Beitrag kommentieren