Grabsicht.de: neue Online-Plattform will das klassische Grab wieder interessant machen

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Grabsicht.de will die Grabpflege über digitale Vermittlung beleben. Foto: Liebgard Jennerich

Zum ersten Juli geht eine neue Online-Plattform namens Grabsicht.de in Betrieb, die sich darum kümmern will, dass „die Liebsten nicht vergessen“ werden. Diese Plattform will mit ihrem Dienstleistungsangebot rund um Grabpflegevermittlung und persönliche Gedenktage das klassische Grab wieder interessant machen, zur Erhaltung der Friedhofskultur beitragen und auch weiter entfernt wohnenden Angehörigen und Bekannten die Grabpflege per Internet erleichtern.

Die Plattform lebe vom interessierten Kunden, aber vor allem von der Arbeit der Friedhofsgärtnereien vor Ort, erläutert Geschäftsführer Michael Kimberg in einer Pressemeldung. Ihnen will Grabsicht den Übergang ins digitale Zeitalter ermöglichen. Deshalb sei Grabsicht für die Partnerbetriebe auch besonders einfach zu nutzen. Die Einrichtung klappt in wenigen Minuten und trotzdem könne jeder Betrieb seine eigenen Dienstleistungen anbieten – so wie bisher.

Grabsicht will Kunden und Friedhofsgärtnereien deutschlandweit zusammenbringen. Für interessierte Betriebe sei Grabsicht dabei ohne jedes Risiko, denn es gebe keine Vorschriften und es falle keinerlei Grundgebühr an. Nur bei einem Auftrag sei eine Provision fällig. Alle Verwaltungs- und Vermittlungsaufgaben übernimmt das Startup-Unternehmen aus Königswinter.

Die Friedhofsgärtnerei erhält den Auftrag per E-Mail. Besonderer Bonus für den Kunden, für den es ebenfalls keinerlei Vorschriften (etwa eine Mindestbestellsumme) gebe, ist ein aktuelles Foto der Grabstätte, das er nach Erledigung seines Auftrages erhält. Für den Betrieb ist das in wenigen Sekunden erledigt – dank einer innovativen App für Smartphones.

Das Konzept von Grabsicht soll neue Kunden an die Grabpflege heranführen. Manch einer werde mit dem Aufstellen einer Grabkerze beginnen und bald eine Dauergrabpflege beauftragen, glaubt der Gründer. Eine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten der Friedhofsgärtner im Bereich Grab- und Dauergrabpflege stellt Grabsicht nicht dar.

Insofern steht der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) und die Arbeitsgemeinschaft der Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen, mit denen Kimberger frühzeitig Gespräche führte, diesem neuen Angebot wohlwollend-neutral gegenüber.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die über das Internet organisierte Grabpflege das Geschäft ergänzen kann, das auf gewachsenen und durch persönlichen Kontakt geprägten Beziehungen zwischen den Grabnutzern und den Friedhofsgärtnereien vor Ort basiert. Einen Versuch ist es wert, jeder Auftrag im Prinzip willkommen. (jen)

 

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