5. 2. 2012

IPM 2012: Nichts zu spüren von Abschwung, Konjunkturflaute oder Staatsschulden

Marry Mania, die glamouröse Hochzeitsshow mit FDF-Kreativ-Direktor Manfred Hoffmann und Team, präsentierte auf der IPM innovative Blumendesigns für den schönsten Tag im Leben. Foto: Hans Hartwig/Messe Essen
Marry Mania, die glamouröse Hochzeitsshow mit FDF-Kreativ-Direktor Manfred Hoffmann und Team, präsentierte auf der IPM innovative Blumendesigns für den schönsten Tag im Leben. Foto: Hans Hartwig/Messe Essen

Mit 59.600 Fachbesuchern aus mehr als 90 Ländern ging die IPM Essen 2012 am 27. Januar nach vier Tagen zu Ende. Damit lag sie auf Höhe der „rund 60.000 Besucher“ im vergangenen Jahr und konnte damit ihr Besucherniveau halten. 

„Angesichts des Strukturwandels schon ein Gewinn“, wie der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Heinz Herker, in einem Interview mit der Messezeitung „IPM today“ urteilte. Für ihn ist die IPM „der Fels in der Brandung“, der aber keine großen, gravierenden Sprünge in Zukunft mehr mache. Das Reservoir sei ausgeschöpft, aber „der ganz große Wurf ist uns mit der IPM bereits gelungen“.

36 Prozent der Besucher und damit zehn Prozent mehr als im Vorjahr kamen aus dem Ausland. Sie zeigen die weiter steigende Internationalität der Messe und ihre Bedeutung als weltweiter Marktplatz. Immerhin 88 Prozent der befragten Fachbesucher erwarten eine positive Branchenkonjunktur und sind zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Im vergangenen Jahr waren das 87 Prozent und im Jahr davor sogar nur 81 Prozent der Besucher. Finanz- und Schuldenkrise scheinen die grüne Branche so gut wie nicht in ihren Erwartungen zu bremsen.

Die Ausstellerzahl der IPM war ebenfalls leicht gestiegen: von 1.508 im Jahr 2011 auf 1.517 Aussteller in diesem Jahr. Sie kamen aus 44 Ländern (2011: 47 Länder, 2010: 43 Länder). Viele Aussteller treffen hier auf der Messe ihre nationalen und internationalen Kunden und nutzen die Messe als Kontaktplattform, um neue Kunden anzusprechen. Investitionsbereitschaft sei vorhanden, heißt es vor allem von den Technik-Anbietern. Entwicklung und Wachstum sehen viele Aussteller vor allem im asiatischen Raum und in Osteuropa.

Wo, wenn nicht auf der IPM, hat die Suche nach Fachkräften eine Chance, erfolgreich zu sein? Das sagten sich auch viele der Aussteller und spickten ihre Stände mit Anstellungsangeboten. Von der qualifizierten Fachkraft im Zierpflanzenbau über Floristen bis hin zum Auszubildenden reichten die Wünsche. Da traf es sich gut, dass der Mittwoch wieder als Tag der Ausbildung rund 600 Schüler auf die Messe führte.

Die deutlich gestraffte Einführung am Morgen beließ den Jugendlichen anschließend mehr Zeit für ihre Wissensrallye über die Messe, die sie beispielsweise an den Stand der erstmals vertretenen Bundesagentur für Arbeit führte. „Viele Schüler haben sich dort gezielt nach freien Lehrstellen im Gartenbau erkundigt“, freute sich der Nachwuchsberater Lutz Fischer vom Landesverband Gartenbau Rheinland. Neu war auch, dass drei der Rallye-Teilnehmer ein Berufspraktikum in einem ortsansässigen Gartenbaubetrieb gewannen. „Wir fanden das sinnvoller als die bisher zu gewinnenden Pflanzengutscheine“, so Fischer. (ia/kla)

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