Neue Plasma-Lampe soll Energie & Kosten sparen

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Die neue Plasma- oder „Hessen“-Lampe im Einsatz bei Topfrosen. Foto: Oliver Dörr

An der Entwicklung einer energieeffizienten Pflanzenlampe mit Plasma-Technologie für die gartenbauliche Gewächshausproduktion arbeitet derzeit die Hochschule Geisenheim intensiv mit.

Die elektrodenlosen Plasma-Lampen der Plasma International GmbH (Mühlheim am Main) mit einer Leistung von 1.000 Watt emittieren ein sonnenähnliches Licht bei geringen Energiekosten und einer hohen Langlebigkeit. Mit der Unterstützung der Aurion Anlagentechnik GmbH (Seligenstadt) sollen die Plasmalampen weiterentwickelt werden.

Pflanzenbauliche Versuche mit marktrelevanten Zierpflanzen

Zusammen mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) werden pflanzenbauliche Versuche mit marktrelevanten Zierpflanzen durchgeführt. Dabei vergleichen die Untersuchungen den Einfluss des sonnenähnlichen Lichts der Plasma-Lampe mit dem Lichteinfluss konventioneller Natriumhochdruckdampf-(NaHD-)Lampen unter kontrollierten Bedingungen. Die Versuche im Gewächshaus und in Klimakammern stellen die spätere Einsatztauglichkeit für den Gartenbau sicher.

Mittels pflanzenphysiologischer Analysen wird die angestrebte nachhaltige Verbesserung der äußeren und inneren Pflanzenqualität durch den Einsatz der neuen Plasma-Lampe untersucht. Neben phänotypischen Parametern wie Verzweigungsgrad, Biomasse, Blüteninduktion sowie Blüten- und Blattmorphologie werden auch Inhaltsstoffe analysiert.

Unter anderem soll auch die Lampentechnik weiterentwickelt werden. So dürfen beispielsweise keine bewegten Bauteile vorhanden sein, die Schutzart soll mindestens IP 65 sein (keine externen Lüfter), und die Lebensdauer des Leuchtmittels soll mindestens 100.000 Stunden betragen. Die Lichtführung ist auf die Anforderungen im Gewächshaus anzupassen.

Höheres Wachstum und bessere Pflanzenqualität durch Plasma-Lampe

Es wird erwartet, dass die neue Plasma-Lampe ein im Vergleich zu existierenden Beleuchtungssystemen deutlich höheres Wachstum und eine bessere äußere und innere Pflanzenqualität pro eingesetzter Energie liefert. Dies führt zu Energie- und damit Kosteneinsparungen, die den Systempreis in vergleichsweise kurzer Zeit amortisieren lassen.

Aufgrund der erheblichen Gewächshausflächen in Deutschland und in Europa sei ein großes Marktpotenzial vorhanden, dieses wird allein für Deutschland auf etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr geschätzt, heißt es.

 

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