Pestizide: Chemiekonzerne kämpfen gegen Verbot

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Umweltschutz-Organisationen wie Greenpeace sehen Bienen durch Pestizide bedroht. Foto: hansbenn/Pixabay

Hat vorbeugender Umwelt- und Bienenschutz Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen, wenn es um die Fortdauer bereits vor Jahren erfolgter Pestizid-Zulassungen geht? Mit dieser Frage hat sich jetzt das Europäische Gericht in Luxemburg befasst.

Es prüfte unlängst in erster Instanz, ob die EU-Kommission im Jahr 2013 den Einsatz verschiedener Pestizid-Wirkstoffe von Bayer, BASF sowie Syngenta verbieten durfte – ohne jedoch ein Urteil zu sprechen.

Bienen zunehmend durch Pestizide bedroht?

Für die Chemiekonzerne geht es in dem Streit um hohe Schadenersatzforderungen. Für Imker und Umweltschützer dagegen um den Schutz von Bienen. Greenpeace etwa kam in seinem im Januar veröffentlichten Report zu dem Schluss, dass Bienen durch Pestizide aus der industriellen Landwirtschaft zunehmend bedroht sind. Abhilfe könne nur ein Verbot schaffen.

Ein Urteil in dem aktuellen Rechtsstreit wird allerdings erst in rund zwei Jahren in oberster Instanz vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) erwartet.

 

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