Xanthomonas-Befall bei Geranien Endisch

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Wegen eines Xanthomonas-Befalls steht in der Saison 2016/2017 keine Pelargonien-Genetik von Endisch zur Verfügung. Foto: Heinrich Dressler

Geranien Endisch informierte im Rahmen der IPM über ein phytosanitäres Problem, das im Oktober/November 2016 aufgetreten war. In einer Stichprobe wurde der bakterielle Erreger Xanthomonas pelargonii bei Pelargonien nachgewiesen, erklärte Kundenberater Manfred Sitorius.

Xanthomonas-Befall an mehreren Stellen nachweisbar

Weitere Tests deuteten auf einen Befallsherd in einem Südbetrieb hin, in dem daraufhin das Stichprobenraster enger gefasst wurde. Der Befall war dort an mehreren Stellen nachweisbar, erklärte Sitorius. Es habe also keine Gewähr mehr für sauberes Material aus diesem Betrieb gegeben. Die dortigen Mutterpflanzenbestände wurden vernichtet. Dadurch steht in der Saison 2016/2017 keine Pelargonien-Genetik von Endisch zur Verfügung.

Internationale Kunden mit frühem Produktionsbeginn hatte Endisch zum Zeitpunkt des Befallsnachweises bereits mit unbewurzelten Stecklingen beliefert. Diese Kunden wurden am 16. November schriftlich davon in Kenntnis gesetzt und gebeten, die erhaltenen Pflanzen zu beobachten und bei Bedarf auf Xanthomonas pelargonii untersuchen zu lassen. Der betroffene Südbetrieb war kurz vor der Kundeninformation für weitere Exporte geschlossen worden.

Lieferung von Ersatzsorten

Um die Ausfälle zu kompensieren, einigte sich Endisch mit anderen Züchtern und Produzenten über die Lieferung von Ersatzsorten. Ziel sei es, den Kunden Sorten zu liefern, die den bestellten Endisch-Pelargonien in Blütenfarbe und Wuchs möglichst nahe kommen.

Da das Elitematerial nicht befallen war, sei der Grundstock für 2018 vorhanden, sagte Sitorius. Für den Aufbau eines gesunden Mutterpflanzenbestandes werde Endisch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

 

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