Recht: Kundenzufriedenheitsanfrage per E-Mail unzulässig

0

Wann gilt Werbung als unzumutbar belästigend und damit unerlaubt? Darüber hat unter anderem das OLG Dresden ein Urteil gefällt. Foto: epitavi/Fotolia

Rechtsanwalt Dr. Peter Schotthöfer. Foto: privat

Auch eine sogenannte Kundenzufriedenheitsangabe per E-Mail stellt nach Auffassung des Oberlandesgerichts Dresden eine unzumutbar belästigende und damit unerlaubte Werbung dar, wenn das vorherige Einverständnis des Empfängers der Anfrage nicht vorlag. Diese diene zumindest auch dazu, einen Kunden zu behalten.

E-Mail dient der Kundenbindung und Weiterempfehlung

Der Empfänger erhalte den Eindruck, der Verkäufer bemühe sich auch noch nach Geschäftsabschluss um ihn und eine persönliche Bewertung seines Angebotes, um ein Bild über die Schwächen und Stärken zu gewinnen. Auch bringe sich der Versender der E-Mail dadurch bei dem Kunden in Erinnerung. Dies diene der Kundenbindung und der Weiterempfehlung.

Oberlandesgericht Dresden vom 26. April 2016; Az. 14 U 1773/15, K&R 2016, 523.

Dr. Peter Schotthöfer ist Rechtsanwalt in der Anwaltskanzlei Dr. Schotthöfer & Steiner in München.

Weitere Artikel zum Thema Recht lesen Sie jede Woche in der TASPO.

 

Leserkommentare


Leider gibt es zu diesem Artikel noch keine Kommentare, schreiben Sie doch den ersten Kommentar!

Diesen Beitrag kommentieren

Benutzeranmeldung

TASPO Login

TASPO NEWSLETTER

Newsletter abonnieren

Meistgelesene Artikel

3

Welche Kreise der Wirbel um die gentechnisch veränderten orangefarbenen Petuniensorten in Züchtung, Handel, Produktion und beim Endverbraucher ziehen wird, ist noch unklar. Selecta befürchtet, dass Züchter in der...

Mehr

Vorgarten oder Vorhölle? Nicht nur in Deutschland geht der Trend seit einigen Jahren hin zu Steinvorhöfen (das Wort Garten verbietet sich). Das hat den Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) auf den...

Mehr

Seit 200 Jahren gibt es die Gärtnerei Tewes in Hamm – eine lange Zeitspanne, die auch in einer traditionsreichen Branche wie dem Gartenbau eine wirkliche Ausnahme und damit eine „Good News“ ist. Funktioniert hat das nur...

Mehr