Recht: Webdesigner muss Unterlagen seines Auftraggebers auf Urheberrechte Dritter prüfen

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Das Urheberrecht regelt klar die Verwendung von Werken Dritter. Foto: redaktion 93/Fotolia

Rechtsanwalt Dr. Peter Schotthöfer. Foto: privat

Wenn ein Webdesigner mit der Gestaltung einer Webseite beauftragt wird, muss er in Bezug auf Verwendbarkeit nicht nur sein eigenes, sondern auch das Material überprüfen, das ihm sein Auftraggeber übergeben hat.

Im konkreten Fall war ein Grafiker mit der Gestaltung einer Webseite für eine Seniorenresidenz beauftragt worden. Ein Mitarbeiter des Auftraggebers übergab ihm einen Kartenausschnitt mit einer Anfahrtsskizze.

Wie sich herausstellte, war jedoch die Verwendbarkeit dieser Fotos nicht geklärt. Der Inhaber dieser Rechte klagte gegen die Seniorenresidenz und gewann. Der Kartenausschnitt sei urheberrechtlich geschützt. Der Webdesigner habe die urheberrechtliche Verwendbarkeit der Aufnahmen selbst prüfen und sich nicht auf die Aussage des Mitarbeiters verlassen dürfen.

Werk muss frei von Rechten Dritter sein

Es sei auf den ersten Blick erkennbar gewesen, dass die Karte von einem Dritten, also nicht dem Mitarbeiter stammte. Die Arbeit des Webdesigners sei deswegen mangelhaft gewesen, weil er auch ein Werk habe liefern müssen, das von Rechten Dritter nicht belastet sei.

Urteil des Arbeitsgerichtes Oldenburg vom 17. April 2015; Az. 8 C 8028/15

Dr. Peter Schotthöfer ist Rechtsanwalt in der Kanzlei Dr. Schotthöfer & Steiner Rechtsanwälte, München.

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