15. 2. 2012

Friedhofsgärtner: Arbeitskreise steckten den Kurs für 2012 ab

Zum Thema Memoriamgärten stellten die Teilnehmer Ideen zur Trauerbegleitung vor. Foto: BDF
Zum Thema Memoriamgärten stellten die Teilnehmer Ideen zur Trauerbegleitung vor. Foto: BDF

Im Rahmen der jährlich im Januar stattfindenden Bundesarbeitstagung der Friedhofsgärtner tagen jeweils auch die fünf ständigen Arbeitskreise des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF). Sie legen hier inhaltliche Schwerpunkte für die Arbeit der Friedhofsgärtner auf Bundesebene fest. Dieses Jahr fanden die Sitzungen am 9. und 10. Januar in Berlin statt. 

Im Arbeitskreis „Marketing“ blickten die rund 60 Anwesenden unter Leitung von Roland Wagner auf die erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 2011 zurück (siehe TASPO 1/12). Ein weiteres Schwerpunktthema war laut BdF die erfolgreiche Imagekampagne „Es lebe der Friedhof!“ sowie der Beschluss der Gemeinsamen Tagung (gemeinsame Mitgliederversammlung von BdF und Arbeitsgemeinschaft Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen), diese ab Mai 2012 nicht mehr bundesweit weiterzuführen.

Der Arbeitskreis „Ausbildung“ beschäftigte sich unter Leitung von Ralf Kretschmer mit Bundesempfehlungen des BdF für die Abschlussprüfungen in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei. Intensiv setzten sich die Teilnehmer laut BdF auch mit neuen Gedanken und Ideen auseinander, die die nachhaltige Sicherung von Fach- und Führungskräften im Gartenbau verfolgen. Man war sich den Angaben zufolge einig, dass zukünftig die Themen Berufsbildung und Nachwuchswerbung zu den wichtigsten Aufgaben des Verbands gehören werden.

Im Arbeitskreis „Ausstellung und Gestaltung“ unter Leitung von Josef Knostmann blickten die gut 50 Teilnehmer auf die außerordentlich erfolgreiche Bundesgartenschau (Buga) in Koblenz zurück und befassten sich ausführlich mit den Auftritt der Friedhofsgärtner auf der Internationalen Gartenschau (IGS) in Hamburg-Wilhelmsburg im Jahr 2013. Dort werde es 120 Mustergräber mit vier thematischen Schwerpunkten sowie einen großen Memoriam-Garten geben. Erfolgreiche Aktionen wie die Veranstaltungen für Kinder und die Zusammenarbeit mit den Kirchen sollen fortgeführt werden.

Heinrich Koch leitet den Arbeitskreis „Pflanze“ und zog gemeinsam mit den Teilnehmern des Kreises eine Bilanz hinsichtlich der Verwendung und Vielfalt von Pflanzen auf der Buga in Koblenz. Im Fokus standen die Bodendecker. Erfreuliches Fazit dieser Betrachtung war, dass die Aussteller in ihrer Pflanzenwahl noch kreativer und vielfältiger waren als noch auf den jüngsten Gartenschauen. „Diese Entwicklung müsse sich aber nun auf den realen Friedhöfen stärker durchsetzen“, mahnte Koch. Zur Forcierung der richtigen Pflanzenverwendung hinsichtlich der Standortansprüche beispielsweise wolle man wieder mehr Schulungsangebote machen, um auch den Nachwuchs bei dieser Thematik mitzunehmen. Hier trage aber auch jeder altgediente Friedhofsgärtner Verantwortung, das entsprechende Fachwissen weiterzugeben.

Der Arbeitskreis „EDV und Technik“ beschäftigte sich mit ersten Erfahrungen zu belegunterstützender Buchhaltung und stellte fest, dass durch diese eine Zeitersparnis möglich ist und sie sicherlich in den nächsten Jahren vermehrt genutzt werden werde. Außerdem tauschten sich die Teilnehmer zu Elektroantrieben für Kleintransporter, Laubsauger und Heckenscheren sowie der Verbesserung interner Kommunikationsmittel wie dem Friedhofsgärtner-Infosystem aus. (zvg/bdf)

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