42. Osnabrücker Kontaktstudientage: Planung, Bau und Pflege von Kunststoffrasenflächen

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Das diesjährige Tagungsprogramm der Landschaftsarchitektur im Rahmen der 42. Osnabrücker Kontaktstudientage wurde dominiert von den aktuellen Problemen rund um die Herstellung und Unterhaltung von Kunststoffrasenflächen. 14 Referenten trugen im Rahmen eines Impulsvortrages den aktuellen Stand der Technik vor. Anschließend bestand die Möglichkeit, die Themen gemeinsam mit den Referenten sowie den über 100 anwesenden Teilnehmern zu diskutieren. 

So gab das Sportamt der Stadt Düsseldorf die Einschätzung ab, dass Sand-Gummi-verfüllter Kunststoffrasen ein noch nicht ausgeforschtes Produkt sei. Die Schwere der Mängel und der Eingriff durch ihre Beseitigung überdeckten jede Vergleichbarkeit. Eine seriöse Empfehlung welches System am besten funktioniert, kann das Sportamt Düsseldorf nicht abgeben.

Unabhängig vom Kunststoffrasensystem wurde jedoch über die letzten Jahre deutlich, wie wichtig die Instandhaltung des Platzes ist. Wie häufig, wie fachgerecht und wie sorgsam ein Kunststoffrasen gepflegt wird, hat mehr Einfluss auf die dauerhafte Qualität und die Beliebtheit eines Belages als die Festlegung auf bestimmte Parameter.

Kunststoffrasen bietet für die Nutzer große Vorteile, ist aber teuer und riskant. Mit einer bedarfsgerechten Planung und mit dem ehrlichen und konstruktiven Umgang mit den betroffenen Vereinen können zumindest die Weichen für eine maximale Auslastung und eine optimale Instandhaltung gestellt werden.

Es ist begrüßenswert, dass sich die FIFA offensichtlich intensiv mit Kunststoffrasen beschäftigt und sich um dessen Qualität bemüht. Im Breitensport werden jedoch die eifrig beworbenen FIFA-zertifizierten Beläge nicht benötigt.

Vorgestellt wurde weiterhin ein Pilotprojekt der Stadt Georgsmarienhütte korkverfüllter Kunststoffrasenbelag – erste Erfahrungen nach einjähriger Nutzungsdauer. Zumindest für dieses Pilotprojekt hat sich die Verwendung von Kork als elastischer Füllstoff für den Kunststoffrasenbelag als durchaus positiv bewährt. Inwieweit sich die Verwendung von Kork zur Verfüllung von Kunststoffrasenflächen anbietet, bleibt auf der Grundlage zukünftiger Erfahrungen abzuwarten.

Ein weiteres Referat befasste sich mit dem Thema Sicherheitsmanagement auf Sportfreianlagen – Verkehrssicherheit. Die Sicherheit auf Freisportanlagen wird noch vielfach unterschätzt. Kaum vorstellbar, dass 2013 ein siebenjähriger Junge vom Fußballtor tödlich verletzt wurde.

Weitere Themen waren die Entwicklung von Kunststoffrasenflächen innerhalb europäischer Nachbarländer – der Stand der deutschen/europäischen Normungsarbeit – die Zusammensetzung von Kunststoffrasenfasern – Eigenschaften von elastischen Füllstoffen – Recyclingverfahren von Kunststoffrasenbelägen – Erfahrungen über den Bau sowie über die Instandhaltung von Kunststoffrasenflächen der Stadt Braunschweig und der Stadt Düsseldorf – Instandhaltungsmaßnahmen von Kunststoffrasenflächen – Nutzungsoptimierungen von Natursportrasen – sowie letztendlich auch Erfahrungen im Hinblick auf den Einsatz von Mährobotern auf Sportrasenflächen. (ele/ts)

 

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