BGL: Trumpf Pflanze im GaLaBau stärker nutzen

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Das neu zusammengesetzte BGL-Präsidium (v. l.): Carsten Henselek, Joachim Eichner, Lutze von Wurmb, Präsident August Forster, Gerald Jungjohann, Erich Hiller und Eiko Leitsch. Foto: BGL

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) startet mit einem neu zusammengesetzten Präsidium in die nächste Amtsperiode. Mit den frisch gewählten Unternehmern Joachim Eichner und Gerald Jungjohann kann August Forster zwei neue Mitglieder in seinem Team begrüßen. Daneben nutzte der mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigte BGL-Präsident den Verbandskongress in Potsdam, um für den Einsatz des „Trumpfs Pflanze“ zu werben.

Wider die Kies- und Schotterkultur in Deutschland

Forster zufolge lässt sich die Verwendung von Pflanzen noch deutlicher als Alleinstellungsmerkmal der landschaftsgärtnerischen Branche einsetzen. „Wenn wir uns von Mitbewerbern wie Tiefbau und Facility-Management abgrenzen wollen, müssen wir unseren Trumpf, den Umgang mit der Pflanze, viel stärker nutzen“, so Forster in Potsdam. „Gegen den aktuellen Trend der Kies- und Schotterkultur in Deutschland müssen wir unsere vielfältigen gestalterischen Möglichkeiten und unser Fachwissen um die Verwendung der Pflanze entgegensetzen.“

Auf dem dreitägigen Verbandskongress in Potsdam appellierte Forster außerdem an den Berufsstand, nicht der von Pflegeleichtigkeit geprägten Designwelle zu folgen, sondern beim Kunden vielmehr mit Beratung und Aufklärung zu überzeugen. „Nur im persönlichen Gespräch können wir dem Kunden erklären, warum ein Laubgehölz mit flächiger Staudenbepflanzung interessanter wirkt, als ein immergrüner Solitär“, so Forster.

Forster: rückläufigem Pflanzenabsatz entgegenwirken

Gleichzeitig rief der BGL-Präsident zu einer stärkeren Zusammenarbeit von Baumschulen, Stauden- und Landschaftsgärtnern auf, um dem tendenziell rückläufigen Pflanzenabsatz entgegenzuwirken. „Auch bei der Sortimentsauswahl müssen wir mehr auf Artenvielfalt setzen“, so Forster, der überzeugt ist, dass vom 11. BGL-Verbandskongress ein Signal „pro Pflanze und pro gestalterische Vielfalt“ ausgeht.

Weitere Themen, die in Potsdam zur Sprache kamen, waren unter anderem die geplante Umsatzsteuerbefreiung von Kommunen sowie die geplante Neuregelung der Erbschaftssteuer. Hier müsse vor allem auf die kleineren Betriebe, wie sie im Garten- und Landschaftsbau vorherrschend sind, Rücksicht genommen werden. „Hierzu sind wir in intensiven Gesprächen mit den Abgeordneten und den verantwortlichen Behörden“, betonte Forster.

BGL: „alter“ Präsident, neue Mannschaft

Das Engagement des BGL-Präsidenten würdigte die Bundesdelegiertenversammlung des Branchenverbandes, indem sie Forster mit 97 Prozent der Stimmen für zwei weitere Jahre an die Spitze des Wirtschaftsverbandes der Landschaftsgärtner wählte.

Ebenfalls für weitere zwei Jahre gehören dem Präsidiumdes BGL Carsten Henselek (FGL Berlin und Brandenburg), Erich Hiller (VGL Baden-Württemberg), Eiko Leitsch (Präsident FGL Hessen-Thüringen) und Lutze von Wurmb (Vizevorsitzender Vorstand FGL Hamburg) an.

Als neue Mitglieder ins Präsidium gewählt wurden im Rahmen des BGL-Verbandskongresses der GaLaBau-Unternehmer Joachim Eichner aus Sulzbach (VGL Bayern) und der Unternehmer Gerald Jungjohann aus Güstrow (FGL Mecklenburg-Vorpommern). Sie ersetzen die nach zwei Amtsperioden turnusmäßig aus dem BGL-Präsidium ausgeschiedenen GaLaBau-Unternehmer Jürgen Hoppe und Helmut Schingen.

 

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