Bundesgartenschau 2015 Havelregion: Wettbewerbsgewinner stehen fest

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Die drei Gewinner des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs „Packhof“ in Brandenburg an der Havel, den der Zweckverband der Bundesgartenschau 2015 durchgeführt hat, stehen seit Mitte November fest.

Den ersten Preis erzielte das Büro Geskes und Hack Landschaftsarchitekten BDLA, Berlin. Die Wettbewerbsarbeit nimmt einen starken Bezug zur Geschichte des Schiffbaus an der Havel. Dass die gesamte Region und insbesondere das Packhofgelände eng mit dem Thema „Transport auf dem Wasser“ sowie der Schiffbauindustrie verknüpft sind, wird in dem gewählten Hauptmotiv der Schiffe sehr gut deutlich. Alle Ausstellungsbausteine schieben sich als eine dynamische Formation aus angedeuteten Schiffskörpern über die homogene Rasenfläche. Ein Bezug zum Ort wurde hergestellt und gestalterisch sehr klar und konsequent umgesetzt.

Mit dem zweiten Preis wurde das Büro Lohrer – Hochrein Landschaftsarchitekten, München ausgezeichnet. Die Wettbewerbsarbeit orientiert sich an der natürlichen Topografie der Landschaft des Havellandes. In Anlehnung an eine Flusslandschaft wird der mäandrierende Flusslauf der Havel durch organisch anmutende Formensprache veranschaulicht. Blaue Glasbänder stellen den Weg als „Flusslauf“ heraus.

Der dritte Preis ging an das Büro Hutterreinmann Landschaftsarchitekten, Berlin. Die Leitidee dabei: Das Thema „Ursprünge – Eisbrecher auf dem Packhof“ bezieht sich auf die in der Werft auf dem Packhof gebauten Eisbrecher. So wird das Gelände mit einer imaginären Eisschicht überzogen, die in unterschiedlich große und unregelmäßig geformte Garten-, Rasen-, Blumen- und Holzschollen zerbricht. Im Zentrum befindet sich ein Eisbrecher in Form eines Aussichtsbugs. Die gewählte Schollengeometrie wirkt prägnant und lässt eine unkomplizierte Flächenanpassung der einzelnen Sonderthemen zu.

Auf der rund 3,5 Hektar großen Fläche sollen zur Bundesgartenschau 2015 Havelregion vornehmlich kleinteilige Themengärten, thematische Flächen, Wechselflorflächen und Sondergärten, darunter eine Lehrbaustelle, entstehen. Die Buga-Gärten werden temporärer Natur sein – sie sind ausschließlich für die florale Großveranstaltung vom 18. April bis 11. Oktober 2015 konzipiert.

Neun Büros beteiligten sich an dem im August 2012 ausgelobten, nicht offenen, anonymen landschaftsarchitektonischen Ideen- und Realisierungswettbewerb. Die Nettobausumme hat einen Umfang von 480.000 Euro. Die Siegerentwürfe sind im Internet unter www.buga-2015-havelregion.de einsehbar. (ts)

 

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