Februar 2012 überlebt: Sichtungsversuch zeigt winterharte Bodendecker für Grabanlagen

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Mitchella repens in KW 20 (o.) und Podocarpus nivalis in KW 12 (u. l.) und KW 20 (u. r.). Fotos: LVG Ahlem/LVG Heidelberg

Im zurückliegenden Winter blieben Pressemeldungen über Schneechaos und dadurch verspätete Verkehrsmittel aus. Für den Gartenbau war der Winter 2011/2012 aber einer der härtesten der vergangenen Jahrzehnte. Insbesondere der Februar 2012 war eine echte Bewährungsprobe, die viele Stauden und Gehölze deutschlandweit nicht bestanden haben. Ergebnisse aus einem mehrjährigen Sichtungsversuch zeigen jetzt, welche Bodendecker besonders winterhart sind. 

Die Versuche werden an der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Hannover-Ahlem (H) und an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg (HD) durchgeführt. Die ersten Parzellen sind an beiden Standorten im Frühjahr 2008 gepflanzt worden. Die Parzellengröße beträgt in Hannover einen und in Heidelberg 0,64 Quadratmeter. Bei der Auswahl der Pflanzen rückten besonders Gattungen und Arten in den Vordergrund, die bisher noch wenig zur Gestaltung verwendet wurden. Die Vorschläge für die getesteten Pflanzen kamen überwiegend aus dem Berufsstand.

In Hannover lagen die Außentemperaturen in den ersten beiden Februarwochen bei minus zehn bis minus 18 Grad Celsius. Obwohl im langjährigen Mittel die Winter in Heidelberg milder als in Hannover sind, wurden in den ersten beiden Februarwochen dieses Jahres ähnliche Außentemperaturen wie am Standort Hannover gemessen. Dies führte zu Teil- oder Totalausfällen von einigen Arten, die sich seit 2008 bewährt hatten.

Die zum Teil sehr starken Frostschäden an immergrünen Gehölzen und Stauden waren auch auf den für diese Jahreszeit viel zu warmen Dezember 2011 zurückzuführen. Artabhängig trieben die Pflanzen wieder neu aus. Die noch jungen Triebe sind im Februar komplett zurückgefroren.

Besonders deutlich waren diese Schäden an Podocarpus nivalis, Euonymus fortunei ‘Minimus’ und Buxus sempervirens ‘Brouwer‘s Seedling’ zu beobachten. Auch die sonst bisher so unproblematische und äußerst pflegeleichte Mitchella repens zeigte braune obenauf liegende erfrorene Jungtriebe.

Zu welchen Ergebnissen die Sichtungsversuche noch führten und welche Pflanzen in den Tests besonders auffielen, lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 39/12. (ts)

 

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