Frühjahrsumfrage im GaLaBau: „Grüne Welle hält an“

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Mehr zu tun als im Vorjahr haben in diesem Frühjahr die Landschaftsgärtner in Nordrhein-Westfalen. Foto: VGL NRW

„Die grüne Welle hält weiter an.“ Dies erklärte August Forster, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), bei der Vorlage der Frühjahrsumfrage des Verbandes in Bad Honnef. „Trotz der ungewöhnlich kühlen Witterung, die viele Arbeiten im Freien über drei Monate verzögert hat, sehen die Landschaftsgärtner jetzt mit Optimismus in die Zukunft“, hob Forster hervor. 

Damit hält der schon seit 2005 ungebrochene Aufwärtstrend der Branche an. Für viele Menschen sei Grün gleichbedeutend mit besserer Lebensqualität. Dadurch werde die Nachfrage nach Dienstleistungen der Landschaftsgärtner rund ums Bauen mit Grün weiter angeregt, so Forster.

Die Auftragsbücher der befragten 651 Unternehmen des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaues (GaLaBau) sind weiterhin gut gefüllt. Im Bereich Pflege reichen die Aufträge durchschnittlich für zwölf Wochen Vollbeschäftigung, im Bereich Neubau sogar für 13 Wochen. Knapp die Hälfte (48,6 Prozent) der befragten GaLaBau-Unternehmen beurteilt die derzeitige Auftragslage genauso gut wie im Vorjahr. Mehr als ein Drittel (36,7 Prozent) geben an, sie sei besser. Im April 2012 hatten 55,3 Prozent die Auftragslage gleich gut beurteilt, und 33,5 Prozent bewerteten sie besser als im Frühjahr zuvor.

Die Zukunftsaussichten auf das laufende Jahr bewerten die Betriebe mit 94,4 Prozent (Vorjahr: 96,4 Prozent) weiterhin hervorragend, wenn auch nicht mehr ganz so euphorisch. Ebenso optimistisch sehen die befragten Unternehmen die Zukunft ihres eigenen Betriebes: Für 95,2 Prozent (96,1 Prozent) der Befragten stellen sich die eigenen Firmenperspektiven in diesem Jahr positiv dar.

Den leichten Rückgang gegenüber den extrem guten Werten des Vorjahres erklärte Forster mit den schwierigen Witterungsbedingungen im Frühjahr 2013, die sich dämpfend auswirkten. Auch die kommenden fünf Jahre sehen 94,4 Prozent (94,1 Prozent) der Befragten optimistisch.

Bei den privaten Auftraggebern konnten 38,6 Prozent (Vorjahr: 44,6 Prozent) der GaLaBau-Unternehmen im ersten Quartal 2013 etwas bessere Preise erzielen. 58,9 Prozent (51,4 Prozent) der Unternehmen gaben an, die Preise für private Kunden seien gleich geblieben.

Bei Auftraggebern aus Gewerbe und Industrie blieben die Preise von 76,0 Prozent (78,2 Prozent) der befragten GaLaBau-Unternehmen stabil; 14,6 Prozent (14,7 Prozent) der Betriebe konnten die Preise leicht anheben. Die Preise für öffentliche Auftraggeber waren laut Umfrage bei 73,9 Prozent (73,2 Prozent) der befragten GaLaBau-Unternehmen stabil; 17,5 Prozent (17,7 Prozent) erklärten, sie hätten gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich geringere Preise erzielen können.

Ein kleiner Wermutstropfen sind allerdings die erwarteten Kostensteigerungen bei den Materiallieferungen und der Energie. (ts)

 

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