GaLaBau: Naturschutz als lohnenswerte Nische?

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Für die professionelle Bekämpfung der Herkulesstaude fehlt den Kommunen meist das Geld. Foto: Fixativ/Fotolia

GaLaBau und Naturschutz passen gut zusammen. Zwar sind die Aufträge bislang eher rar gesät. Aber das könnten invasive Arten ändern – wenn etwa ein Gesetz die Kommunen zur professionellen Bekämpfung von Pflanzen wie der Herkulesstaude zwingen würde. Aber auch andere Jobs zum Wohle der Umwelt können für Landschaftsgärtner eine lohnenswerte Nische sein.

Job zum Wohle der Umwelt: Schutzzäune für Amphibien errichten

So baut zum Beispiel Peter Koßmann, Betriebsleiter eines GaLaBau-Unternehmens in Bottrop, mit seinem Team vor allem für einen großen Wasserwirtschaftsverband der Region Schutzzäune, die Amphibien auf ihren alljährlichen Wanderungen zu den Laichgewässern von den Straßen weglenken. Sie bestehen aus einfachen Kunststoffbahnen, die mit Schotter oder Sand befestigt werden. Rund 300 Euro kostet es, hundert Meter Zaun zu installieren.

Koßmann vermietet die Schutzzäune und kann sie vier bis fünf Jahre wiederverwenden. Ihm sind keine Kollegen bekannt, die sich im Ruhrgebiet ebenfalls in diesem Geschäftszweig tummeln. Für Koßmann sind die Schutzzäune „ein doppelt lohnendes Geschäft, weil wir dadurch das Nützliche mit dem Sinnvollen verbinden – also Geld verdienen und etwas für den Naturschutz tun.“

Invasive Pflanzen: interessantes Betätigungsfeld für Landschaftsgärtner

Auch invasive Pflanzen sind ein interessantes Betätigungsfeld für Landschaftsgärtner, sagt Uwe Starfinger vom Julius Kühn-Institut. Sie könnten frühzeitig und fachkundig eingreifen, etwa bei der Bekämpfung von Riesenbärenklau. Das Bundesministerium für Naturschutz hat eine Reihe von Empfehlungen gegeben, wie die Stauden mit Hilfe von Maschinen, aber vor allem per Hand zu bekämpfen sind. „Allein wegen ihrer professionellen Arbeitsweise wären Landschaftsgärtner da gut geeignet“, sagt Starfinger. Allerdings fehlt in vielen Landkreisen das Geld, solche Einsätze zu bezahlen.

Das könnte sich ändern, wenn ein Gesetz die Naturschutzbehörden zur Bekämpfung zwingt. Für Quarantäne-Schadorganismen gibt es das bereits. Bei Pflanzen ist dies in Europa bislang nicht geregelt. Doch wäre es vorgeschrieben, müsste Geld dafür bereitgestellt werden, das auch externen Dienstleistern zugutekommen könnte. „Die Schweiz hat es uns mit ihrer Melde- und Bekämpfungspflicht für Ambrosia vorgemacht, da haben einzelne Kantone sogar Entschädigungen an betroffene Landwirte gezahlt.“

Welche Einsätze im Naturschutz sich noch als lohnenswerte Aufträge für Landschaftsgärtner anbieten, lesen Sie in der TASPO 48/2015.

 

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