GaLaBau: spanische Fachkräfte kommen nach Nordrhein-Westfalen

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Sowie Engpässe und Mangel an Fachkräften im GaLaBau zunehmen, schauen sich die Betriebe in anderen EU-Ländern um. Spanische Interessenten konnten nach Nordrhein-Westfalen (NRW) in Unternehmen vermittelt werden. Nach Kontakten und Gesprächen folgen die Verträge, so Hans Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts und Sportplatzbau NRW beim ersten NRW-Verbändetreffen des Gartenbaues in Bochum. 

Eine kleine Gruppe aus dem Verband sei nach Spanien gefahren und habe dort vor Ort mit der Außenhandelskammer in Madrid Kontakt aufgenommen. Sie habe dort geworben, um Landschaftsgärtner nach NRW zu holen. Sie vermittelt die Kontakte zwischen den Interessenten und den GaLaBau-Betrieben in NRW.

Die meisten spanischen Fachkollegen, die nach Deutschland kommen wollen, seien jung. Es sind Fachkräfte für Gartenarbeit, Techniker im Gartenbau oder Agraringenieure mit GaLaBau-Spezialisierung. Spanische Arbeitsuchende werden so vermittelt, auf diesem Wege sind bereits einige Fachkräfte nach Deutschland gekommen.

Die Erwartungen gehen jedoch manchmal noch ein wenig auseinander, besonders der sprachliche Faktor sei am Anfang nicht zu unterschätzen, so Leonhards. Doch das habe einige Jahrzehnte zuvor mit sogenannten Gastarbeitern nach holprigem Anfang auch wunderbar funktioniert. Heute arbeiten in den GaLaBau-Betrieben in NRW wie in anderen Branchen Vertreter zahlreicher Nationen Seite an Seite, auch in führenden Positionen und als Unternehmer.

Im Moment noch seien die Ausbildungszahlen stabil. Doch man wisse, was mit dem demografischen Wandel auf die Branche zukäme, und habe entsprechend auch die Nachwuchswerbeaktionen weiter verstärkt, wie mit der Kampagne „Kleine Landschaftsgärtner in Aktion“. Zum dritten Mal fand die Aktionswoche der grünen Branche Anfang Oktober 2013 statt.

Über 1.900 Kinder waren zu den Landschaftsgärtnern eingeladen worden. Insgesamt 42 Unternehmen waren damit dem Aufruf des Verbandes gefolgt und boten spannende und lehrreiche Vormittage. Die Werbewoche wurde von den Kindern aus Schulen und Kindergärten sehr gut angenommen und von der Presse ebenfalls, sagte Leonhards. Sie helfe, den Beruf des Landschaftsgärtners weiter bekannt und transparent zu machen. (fri)

 

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