Gartenpreis 2016: Die Krönung des Natursteins

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Der Gewinnergarten wurde dem Motto des Wettbewerbs „Buntes Grün“ voll gerecht, obwohl es sich hier um einen Stein-Garten handelt. Foto: Messe Stuttgart

Silber gab es für den raffinierten Lauben-Garten von Björn Schmidt. Foto: Messe Stuttgart

Michael Kupka errang Bronze für seine typengerechte Gärten. Foto: Messe Stuttgart

Die schönsten Schaugärten der Garten Outdoor Ambiente sind gekürt. Den Gartenpreis errangen das Duo Krauss – der Stein und die Müller Lebensraum Garten GmbH. Alle sechs Teilnehmer versuchten die Jury mit ihrer Verwirklichung individueller Gartenträume auf kleiner Fläche zu überzeugen und so den „Oscar“, einen künstlerisch gestalteten Gartenzwerg, zu gewinnen. 

Der Wettbewerb fand bereits zum siebten Mal statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto „Buntes Grün“. Vier davon hat das Gewinnergespann schon gemeinsam bestritten. Seit Jahren arbeitet der württembergische Natursteinlieferant mit der badischen Baumschule zusammen.

Gartenpreis: Gold für einen „Stein-Garten“

Das Duo Krauss – der Stein und die Müller Lebensraum Garten GmbH gewannen den Gartenpreis und wurden dabei ungeachtet der Tatsache, dass sie viel Naturstein für ihren Schaugarten verwendet hatten, dem Wettbewerbsmotto voll gerecht. Neben Blumen, Gräsern und Ziererdbeeren gibt es in dem 252 Quadratmeter großen Garten zwischen Mauern, Wasser und frühlingsfrischem Grün hauptsächlich Stein-Obst und zartes, knospendes Gehölz, das zur Erntezeit köstliche Früchte liefern würde.

Zehn Mitarbeiter schufen diesen Schaugarten in sechstägiger Arbeit. Er vereint Poolszenen, exponierte Lounge-Inseln und gemütliche Nischen zum Ruhen und Plaudern. Die Gartenmöbel sind fest eingebaut, – massive Sitzblöcke aus geädertem fränkischem Muschelkalk oder blendend hellem kroatischem Kalkstein. Mit dicken Sitzpolstern werden sie im Handumdrehen zu komfortablen Lounge-Sofas. Dazwischen ein leise plätschernder Wassertisch oder eine dekorative Tischkreation aus stufenförmig versetzten Steinplatten.

Boden, Wege, Einfassungen und Blenden, raffiniert hinterleuchtete Stufen und Mauern sind aus warmweißem Kalkstein, aus grauem italienischen Sandstein, schwarzem Basalt oder meliertem Granit.

Neben innovativen Gestaltungsideen, erkannte die Jury in diesem Schaugarten eine handwerklich perfekte Steinsetzung, harmonische Materialwahl und eine starke, hochwertige Pflanzenpräsentation. Dies alles seien „Zutaten für einen eleganten Siegergarten“. Mit ihrer Entscheidung betonten die fünf Juroren die wachsende Bedeutung von Stein als Gestaltungsmittel im Gartenbau.

Gartenpreis: Silber für raffinierten Lauben-Garten

Björn Schmidt aus Wendlingen hat sich für den Wettbewerb mit der Firma Röhm Natursteine zusammengetan, die im gleichen Ort ansässig ist. Der Akzent des Lauben-Gartens liegt nicht auf beliebig nutzbaren Freiflächen, sondern auf der Durchgestaltung des gesamten Terrains. Mit unterschiedlich hohen, raumbildenden Mauern und Wänden aus Natursteinen strukturiert der Garten-und Landschaftsbaubetrieb das schmale Grundstück wie ein Gemälde.

Große Solitärgehölze setzen sich durch besondere Wuchsform wie von selbst in Szene und geben dem Garten seinen Charakter. Mit der glatten Oberfläche und der gewählten Form spiegelt ein langes Wasserbecken die Linearität des Gesamtkonzeptes. Preiswürdig schien der Jury „die unterschiedliche Intensität der Raumbildung und die Ausgewogenheit von steinernen und pflanzlichen Bereichen, die eine ruhige Gartenatmosphäre erzeugt“.

Gartenpreis: Bronze für typengerechte Gärten

Wichtiger als die Grundstücksgröße ist für Michael Kupka die Frage, was für ein Gartentyp ein Kunde ist. Denn wie Haus oder Auto muss auch das private Grün zur Lebensart, zum Stilempfinden und Freizeitverhalten des Benutzers passen. Um sein Prinzip anschaulich zu machen, zeigt der 52-jährige erfolgreiche Waiblinger Garten-Designer, der gerade den Garten von Fernsehkoch Johann Lafer gestaltet hat, auf seinem 300 Quadratmeter großen, betont architektonisch gestalteten Messestand vier unterschiedliche typengerechte Gartenszenen mit Pool und Sitzmöbeln.

Während der Garten des „Designers“ mit komfortablem Lounge-Sofa, schicker Design-Stehleuchte und farblich wechselnd beleuchtetem Sonnensegel ausgestattet ist, liegt der Fokus beim „Aktiven“ auf Pool mit Dusche und popfarbenen Kunststoffmöbeln. Der „Natürliche“ hat am Pool einen rustikalen Kamin aus Cortenstahl stehen, daneben – ebenso praktisch wie dekorativ – ein dazugehöriges Gestell mit Kaminholz und eine rustikale Bank nebst Tisch aus einer dicken rohen Baumscheibe. Der „Genießer“ kann es sich am Poolrand im Liegestuhl bequem machen.

 
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