Gefahrguttransport: neue Vorschriften

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Nach dem Ende der Übergangszeit für die national und international anzuwendenden Vorschriften beim Transport von gefährlichen Gütern auf der Straße am 30. Juni ergeben sich wesentliche Neuerungen für die Unternehmen im Baugewerbe, aber auch im Landschaftsbau. 

Das betrifft, wie der TÜV Nord informiert, nicht selbstfahrende Maschinen und Geräte, die in ihrem Tank einen brennbaren Kraftstoff haben, der als Gefahrgut zum Beispiel der Stoffnummer 1203 zugeordnet wird, beispielsweise Rasenmäher und Notstromaggregate, aber auch Kompressoren, Heizvorrichtungen oder Steinbrechmaschinen, die nicht selbst fahren können. Hier greift die neue Sondervorschrift SV 363.

Abhängig vom Tankinhalt sind hier besondere Vorschriften zu beachten, die zum Beispiel dessen Sicherung und Kennzeichnung betreffen. Diese Vorschriften gelten auch für andere kraftstoffbetriebene Maschinen und Geräte, die mit Diesel oder einem Gemisch aus Ethanol und Benzin betrieben werden. Nähere Details bietet das Infoblatt des TÜV Nord „Neuerungen im Gefahrgutrecht – Sondervorschrift 363“. Weitere Anforderungen, zum Beispiel eine spezielle Fahrerschulung, gelten nicht.

Die Sondervorschrift 363 sei, so der TÜV Nord, allerdings noch nicht ganz in sich schlüssig. Gefahrgüter mit den genannten Kraftstoffen müssen in der Regel zusätzlich mit einer Kennzeichnung für umweltgefährdende Stoffe versehen werden. Diese zusätzliche Kennzeichnung ist nach der Sondervorschrift SV 363 noch nicht erforderlich, aber mit der nächsten Änderung sei sicher bald zu rechnen.

Fahrzeuge, die gemäß Straßenverkehrs-Übereinkommen von 1949 selbst auf der Straße fahren oder als Ladung transportiert werden, fallen nicht unter die Neuregelung. Dazu gehören auch selbstfahrende Arbeitsmaschinen, soweit sie für den Betrieb im öffentlichen Verkehr zugelassen und erlaubt sind. Ein Radlader, der selbst fährt oder als Ladung transportiert wird, ist also von den Gefahrgutvorschriften ausgenommen. (ts)

 

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