Interview: „Ein sehr abrupter Wechsel“

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Wechselt vom BGL zur neuen Bundesgesellschaft für Endlagerung: Ursula Heinen-Esser. Foto: Chaperon

Ursula Heinen-Esser, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), verlässt den Verband im Herbst und wird Leiterin der neuen Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im niedersächsischen Peine. Im Gespräch mit TASPO Online resümiert sie ihre BGL-Zeit und blickt auf ihre neue Herausforderung.

Haben Sie alle Ziele, die sich gesteckt hatten, erfüllen können oder lassen Sie ein unfertiges Projekt zurück?

Ich habe nun knapp zwei Jahre für den BGL gearbeitet. Es war eine wirklich spannende, tolle Zeit. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich in diesem eher kurzen Zeitraum noch nicht alles umsetzen konnte, was ich mir vorgenommen habe. Wir haben aber damit begonnen, unsere Präsenz in Berlin zu stärken – ein neues Büro in der Hauptstadt werden wir in den nächsten Wochen eröffnen. Die parlamentarische Arbeit wird sicher auch in den nächsten Monaten noch weiter zu vertiefen sein.
Die Kampagne „Urbanes Grün“, die ja ein wichtiges Standbein unserer Branche ist,  habe ich von meinem Vorgänger übernommen, mit einer anderen Agentur und einer Roadshow fortgesetzt. Hier sind sicher auch noch weitere Bausteine zu entwickeln und vor allem Weichen für das nächste Jahr zu stellen.

 

Welche Dinge haben Ihnen besonderen Spaß gemacht, an welchen Stellen hakte es manchmal?

Der BGL ist ein wirtschaftlich und verbandspolitisch stark aufgestellter Verband. Da macht es natürlich viel Freude, Kampagnen, sei es die Image- und PR-Kampagne, die Kampagne „Urbanes Grün“ oder die Nachwuchswerbekampagne zu begleiten und teilweise auch neu aufzustellen.
Der Austausch mit den Unternehmern sowohl im Präsidium als auch in unserem Hauptausschuss war ebenfalls spannend – ich habe eine ganz neue Sicht erhalten über die Themen, die mittelständische Betriebe besonders berühren.
Und schließlich: Sowohl meine Kollegen im Haus der Landschaft als auch die Landesgeschäftsführer haben mich nicht nur gut aufgenommen; sie haben mich auch nach Kräften unterstützt. Das hervorragende kollegiale Miteinander werde ich, das weiß ich jetzt schon, sehr vermissen.

Weshalb haben Sie sich entschieden, in eine ganz andere Branche abzuwandern? Erwartet Sie dort vertrautes Terrain?

Ja, so kann man es wahrscheinlich am besten beschreiben. Die Endlagersuche ist aus meiner früheren Tätigkeit heraus ein mir sehr bekanntes Aufgabengebiet. Als Bundesumweltministerin Hendricks mich fragte, ob ich die Geschäftsführung der neuen Bundesgesellschaft übernehmen könnte, habe ich mich sehr gefreut, Teil dieses gewaltigen Projekts werden zu können. Es ist natürlich ein sehr abrupter Wechsel, aber darin liegt sicher auch die Herausforderung.

 

Welche Ratschläge würden Sie Ihrem Nachfolger als Verbandsspitze mit auf den Weg geben?

Keinen Ratschlag, aber einen Hinweis: Der BGL ist ein ganz besonderer Verband – seine Mitglieder sind sehr engagiert, das Image der Branche ist exzellent, die finanzielle Basis ist gut, die zu bearbeitenden Themen – jetzt auch mit Blick auf den Klimaschutz – für die Bürger von Bedeutung. Das gilt es bei allem, was ein Hauptgeschäftsführer im Verband tut, immer zu beachten.

 

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