Konjunkturumfrage in Nordrhein-Westfalen: Auftragslage im GaLaBau weiter verbessert

0

Die Mitgliedsbetriebe des VGL NRW erwarten steigende Auftragsvolumina. Foto: BGL

Weiter positiv gefestigt hat sich nach Erkenntnissen des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen (VGL NRW) die wirtschaftliche Situation seiner Mitgliedsbetriebe. So verbesserte sich die Auftragslage in den vergangenen Monaten – was sich bereits auf die Zahl der Arbeitskräfte auswirkt: Über die Hälfte der befragten Unternehmen habe in den vergangenen Monaten neue Mitarbeiter eingestellt. 

Dies gehe aus der aktuellen Konjunkturumfrage unter den Mitgliedsbetrieben hervor. Danach stieg die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter seit dem Frühjahr von 16 auf fast 21 Mitarbeiter – und erreicht damit wieder das Niveau vom Herbst 2011.

„Verglichen mit unserer Frühjahrsumfrage hat sich die Auftragslage im Garten- und Landschaftsbau nochmals besser dargestellt. Allerdings muss – wie auch in den Jahren zuvor – dazu immer wieder festgestellt werden, dass gerade im Bereich der öffentlichen Auftraggeber der Preis hart umkämpft ist. Hier konnte daher bislang keine deutliche Verbesserung in der Preis-Leistungs-Relation erzielt werden“, so Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des VGL NRW. Ähnlich sehe es im Bereich Industrie und Gewerbe aus. „Lediglich der private Sektor kann über eine gerade noch befriedigende Preissituation sprechen.“ Zwei von fünf Unternehmen haben hier immerhin höhere Preise durchsetzen können.

Gegenüber dem Frühjahr etwas verschlechtert hat sich das Zahlungsverhalten der Kunden: Haben damals noch 81 Prozent der Unternehmen gemeldet, dass vereinbarte Zahlungsziele pünktlich eingehalten werden, ist bei der im Oktober durchgeführten Umfrage dieser Wert auf 74 Prozent gesunken.

Um den Zuschlag für einen Auftrag zu erhalten, müssen im Schnitt – nahezu unverändert – 14 Angebote bei öffentlichen und sechs bei beschränkten Submissionen geschrieben werden. Und bei freihändigen Angeboten sind weiterhin vier Anläufe erforderlich, um einmal zum Ziel zu kommen.

Befragt nach den kurzfristigen Zukunftsaussichten für die Branche sowie den eigenen Betrieb, äußerten sich die Mitgliedsunternehmen deutlich optimistischer als noch im Frühjahr. Knapp 60 Prozent sehen ihre augenblicklichen Zukunftsaussichten als gut oder sehr gut. Das ist eine Verbesserung gegenüber dem Frühjahr um rund acht Prozent. Bei den Zukunftsaussichten für die kommenden fünf Jahre ist der Optimismus zwar gedämpfter, die mittelfristigen Erwartungen fallen aber auch um rund drei Prozent positiver aus. (ts/pcw)

 

Leserkommentare


Leider gibt es zu diesem Artikel noch keine Kommentare, schreiben Sie doch den ersten Kommentar!

Diesen Beitrag kommentieren

Benutzeranmeldung

TASPO Login

TASPO NEWSLETTER

Newsletter abonnieren

Meistgelesene Artikel

3

Ein Großprojekt plant die niederländische Investorengruppe „Charlottes Garden“ in Sangerhausen: Sie will im „Industriepark Mitteldeutschland“ am Rande der Kreisstadt auf rund 60 Hektar Gewächshäuser bauen und dort...

Mehr

Aldi läutet pünktlich zum Frühlingsbeginn die Obstsaison ein. Vergangene Woche bot Aldi Süd verschiedene Obstbäume von Apfel über Süß- und Sauerkirsche bis hin zu Pfirsich für 4,99 Euro das Stück an, ab heute zieht Aldi...

Mehr

Im Kampf gegen Feinstaub und Schadstoffe geht Stuttgart jetzt völlig neue Wege. Eine Mooswand, die erste ihrer Art in Baden-Württemberg, soll ab sofort in einem Versuchsprojekt die Luftqualität der schwäbischen Metropole...

Mehr