Luftverschmutzung: „Grüne Wände“ wirken

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Stärker als bislang angenommen könnte eine stärkere Begrünung entlang innerstädtischer Straßen die Luftverschmutzung reduzieren. So jedenfalls lauten die Ergebnisse einer Studie von Dr. Thomas Pugh, jetzt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), und seinen Kollegen von den Universitäten Birmingham und Lancaster. Veröffentlicht wurde sie in der Fachzeitschrift Environmental Science and Technology. 

Bäume, Büsche oder Kletterpflanzen können danach in den „Häuserschluchten“ aus Glas und Beton für bessere Luft sorgen. „Gerade dort ist die Belastung ja am höchsten. Diese Grünflächen könnten Straße für Straße angelegt werden, ohne große oder teure Initiativen“, so Dr. Thomas Pugh.

In den Schluchten aus Straßen und Häusern kann die belastete Luft kaum entweichen. Das Forscherteam fand aber heraus, dass mit Gras, Efeu oder anderen Pflanzen begrünte Wände die Luft deutlich besser filtern als bislang angenommen: Statt um bis zu zwei Prozent könnten sie laut dieser Studie die Luftverschmutzung um mehr als das Zehnfache reduzieren.

In einer Computersimulation, welche die eingeschlossene Luft und chemische Reaktionen abbildet, die die Konzentration von Schadstoffen in der Luft beeinflussen, hat das Forscherteam die Auswirkungen von Pflanzen unter die Lupe genommen. Die Forscher verglichen die Pflanzen direkt in den Straßen mit denen in Parks oder auf Dächern.

Klarer Gewinner waren die begrünten Wände. Bäume an der Straßenseite schnitten ebenfalls gut ab, allerdings nur in weniger belasteten Straßen, in denen die Baumkronen die verschmutzte Luft nicht am Boden hielten. (db)

Siehe auch www.kit.edu

Studie: “Effectiveness of Green Infrastructure for Improvement of Air Quality in Urban Street Canyons”, Thomas A. M. Pugh, A. Robert MacKenzie , J. Duncan Whyatt and C. Nicholas Hewitt, Environ. Sci. Technol., 2012, 46 (14), pp 7692–7699, DOI:10.1021/es300826w

 

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