Machbarkeitsstudie: „Vertikaler Garten am Palmengarten Frankfurt“ angelegt

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Großes Interesse beim Pressetermin und Start der Machbarkeitsstudie. Foto: DGS/FBB

Den offiziellen Startschuss zur Machbarkeitsstudie „Vertikaler Garten am Palmengarten Frankfurt“ gaben jetzt Dr. Matthias Jenny, Direktor Palmengarten Frankfurt am Main, und Dr. Gunter Mann, Präsident der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung (FBB). Ein Jahr lang sollen verschiedene wandgebundene Fassadenbegrünungssysteme beobachtet werden: Es gilt zu ermitteln, welches System sich am besten für die klimatischen Bedingungen am Standort „Palmengarten Frankfurt“ eignet. 

Neben der Winter- und Sommerhärte der Systeme spielen auch die Kosten für Herstellung, Pflege und Wartung eine wichtige Rolle. Die Initialzündung gaben schon vor Jahren die Initiative „Stadtgrün“ und ein Vortrag des weltweit bekannten Fassadenbegrüners Patrick Blanc im September 2009. Damals wurde die Idee geboren, die teilweise schon bestehende und noch geplante, insgesamt etwa 500 Meter lange und fast drei Meter hohe Lärmschutzwand am Palmengarten zu begrünen.

Als Vorteile erwarten die Initiatoren von der begrünten Lärmschutzwand neben der Lärmminderung für den Palmengarten die CO2- und Feinstaubbindung aus Autoabgasen und eine Verbesserung des realen und gefühlten Stadtklimas.
Die Projektleitung der Machbarkeitsstudie obliegt dem Palmengarten, der die FBB um Unterstützung bat, um sowohl das Konzept zu erarbeiten als auch die Auswahl der teilnehmenden Firmen zu treffen.

Vier FBB-Mitgliedsunternehmen stellen sich nun dem vergleichenden Wettbewerb an der schon bestehenden Lärmschutzwand an der Miquelallee. Dabei sind die Firmen Optigrün international AG, Vertiko GmbH, Schadenberg combi groen und Humko. Jede Firma hat nun zwölf Quadratmeter Lärmschutzwand begrünt und am 22. Mai dem fachkundigen Personal des Palmengartens übergeben. Diese pflegen und warten die Versuchsflächen nach Anleitung der vier Firmen genau ein Jahr – dann wird die Machbarkeitsstudie ausgewertet.

Regelmäßig werden während des Beobachtungsjahres Daten erhoben über die Vitalität der Pflanzen, deren Deckungsgrad und weitere Details zur Vegetation. Darüber hinaus wird durch Mitarbeiter des Palmengartens der Pflegeaufwand der verschiedenen Varianten dokumentiert. Wissenschaftlich begleitet wird die Studie durch Prof. Dr. Stephan Roth-Kleyer von der Geisenheim University.

Den Abschlussbericht soll es im Juni 2014 geben. Dann wird entschieden, welches der vier getesteten Fassadenbegrünungssysteme in die Ausschreibung zur längsten Fassadenbegrünung der Welt kommt. (dgs)

 

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