Neue BGL-Initiative: Rettet den Vorgarten!

1

Der Vorgarten gibt als „Visitenkarte des Hauses“ einen ersten Eindruck von den Hausbesitzern. Foto: BGL

Üppig bepflanzte und abwechslungsreich gestaltete Vorgärten statt karger Kies- und Schotteranlagen – das ist das Ziel der Initiative „Rettet den Vorgarten“, die der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) jetzt ins Leben gerufen hat.

Im ersten Schritt der Initiative geht es dem BGL zunächst darum, „die Motive der Gartenbesitzer von kargen Kiesgärten zu verstehen und Argumente für eine gärtnerisch lebendige Flächennutzung zu sammeln“. Gartenbesitzern will der Verband darauf aufbauend überzeugende Argumente für lebendige Gärten mit Pflanzen an die Hand geben.

BGL gibt repräsentative Marktforschung zum Thema Vorgarten in Auftrag

„Kiesgärten sind weit verbreitet und doch gab es dazu bislang keine systematische Informationspolitik, geschweige denn daraus eine mit zuverlässigen Daten abgeleitete Strategie für den grünen Vorgarten. Wir haben deshalb aktuell eine repräsentative Marktforschung bei der GfK beauftragt und sind gespannt auf die Ergebnisse, die wir voraussichtlich im März 2017 auf dem Tisch haben werden“, erläutert BGL-Präsident August Forster.

Als weiteres Ziel möchte der Verband den Garten- und Landschaftsbau-Fachbetrieben gute Gründe liefern, mit denen sie eventuellen Kundenwünschen nach Kies- und Schottergärten entgegentreten können. Einer dieser Gründe ist dabei nicht neu: Als „Visitenkarte des Hauses“ vermittelt der Vorgarten einen Eindruck von seinen Besitzern – und der ist im Idealfall einladend, abwechslungsreich und freundlich“.

In Zeiten des Klimawandels erfüllt der Vorgarten aber noch andere Aufgaben und kann etwa Spiel-, Naturerfahrungs- und Lebensraum für Kinder, Tiere und Pflanzen sein. „Ich möchte die Gartenbesitzer ermuntern, mit ihren Vorgärten so viel wie möglich lebendiges Grün in die Städte zu bringen und so einen Beitrag zum eigenen Wohlgefühl und zum guten Klima zu leisten“, so Forster.

Facebook-Seite zur Initiative „Rettet den Vorgarten“ gestartet

Zur Initiative „Rettet den Vorgarten“ hat der BGL bereits im Januar eine begleitende Facebook-Seite gestartet, auf der sich Landschaftsgärtner und Landschaftsarchitekten, aber auch Produktionsgärtner aus Staudenbetrieben und Baumschulen sowie Gartenbesitzer austauschen können. Zudem sind Fotos von gelungenen und weniger gelungenen Vorgärten sowie Statements zu den gezeigten Beispielen oder allgemein zum Thema Vorgarten zu finden.

Mit dem Thema Vorgarten wird sich in diesem Jahr darüber hinaus der bereits zum siebten Mal vom BGL ausgerichtete Garten-Gipfel beschäftigen. Eine Philosophin und ein Raumpsychologe werden aus ihrer professionellen Sicht zum Thema referieren.

 
Das könnte Sie auch interessieren

Leserkommentare


  1. Hallo zusammen, dieses Thema brennt mir schon lange unter den Nägeln.
    Es ist wirklich an der Zeit das frisches grün in die Vorgärten zurückkehrt.
    Nun wer rät den Vorgärten Besitzern den dazu die Vorgärten Besen rein
    zu gestalten. Beim den Fachbetrieben finden die interessierten Hobbygärtner meistens die KIES/SAND und Stein Mustergärten-Bilder.
    Die Interessenten kaufen das was angeboten wird. Da muss sich was ändern.
    -15
    181 196

Diesen Beitrag kommentieren

Benutzeranmeldung

TASPO Login

TASPO NEWSLETTER

Newsletter abonnieren

Meistgelesene Artikel

3

Insgesamt beteiligten sich 400 Beschäftigte an der TASPO Online-Umfrage „Gehälter und Zufriedenheit in der Grünen Branche“. Spielt die Bezahlung für sie wirklich die erste Geige? Und hat das Lohnniveau schon den ein oder...

Mehr

Im Silicon Valley steht der Apple Park, der künftige Hauptsitz des Computer und Software-Herstellers, kurz vor seiner Vollendung, inklusive eines zwölf Hektar großen Landschaftsparks. Dafür kauft Apple derzeit tausende...

Mehr

Frisch getopft und neu gepflanzt – Cornus ‘Venus’ ist im Norden angekommen. Die A. Steffen Baumschulen in Rellingen haben die Gehölze von der ehemaligen Baumschule Wolfgang Eberts aus Baden-Baden nach Schleswig-Holstein...

Mehr