Personalservice: boomendes GaLaBau-Geschäftsfeld

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Die Arbeitnehmerüberlassung kann sich auch im GaLaBau lohnen. Foto: bananna/Fotolia

Personalservice für die grüne Branche – das Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Kleinhaus aus Papenburg startete im März 2012 als einer der ersten grünen Betriebe mit einem Angebot der Arbeitnehmerüberlassung. Der niedersächsische Betrieb zählt, laut Analyse des Nachrichtenmagazins Focus und des Statistikportals Statista, zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen in Deutschland.

„Im Vergleich zu 2012 ist unser Bereich Personalservice um das Doppelte gewachsen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Sascha Kleinhaus auf Nachfrage der TASPO. Positiv entwickelt habe sich auch das eigene Geschäft mit unter anderem Landschaftsarbeiten und Grünflächenpflege. Der Betrieb zählt im Schnitt 140 Mitarbeiter. Davon sind rund 40 bis 70 auf anderen Baustellen tätig. Der Rest arbeitet für betriebseigene Projekte. Alle sind fest angestellt und werden nach GaLaBau-Tarif bezahlt.

GaLaBau: Hilfskräftesituation „noch krasser geworden“

Vor vier Jahren war das Angebot an angelernten Hilfskräften wesentlich höher als an ausgebildeten Landschaftsgärtnern. Diese Konstellation ist nach Kleinhaus’ Einschätzung „noch krasser geworden“. Den Mangel an Fachkräften bekommt auch er zu spüren.

„Heute sprechen wir von Hilfskräften mit Berufserfahrung“, so Kleinhaus. Es seien Mitarbeiter – überwiegend Quereinsteiger – dabei, die drei bis vier Jahre im GaLaBau gearbeitet haben. Das hieße jedoch nicht, dass sie einen gelernten Gärtner ersetzen können. „Die Baustelle muss gut vorbereitet und ein Vorarbeiter da sein. Unsere Mitarbeiter können sehr gut unter Anleitung arbeiten, aber eigenständig Projekte durchführen ist nicht drin“, betont Kleinhaus.

Leiharbeiter wechseln in Entleihbetrieb: Vorteile für alle

Derzeit könne sich der Betrieb vor Aufträgen kaum retten. Kleinhaus erklärt: „Das ist saisonal bedingt, zeigt aber auch, wie stark die Nachfrage nach guter Manpower ist.“ Besonders der Bereich Winterdienst werde immer bedeutender. „Wir verstehen uns als Dienstleister für Kollegen“, so der Geschäftsführer. Dabei komme es auch hin und wieder vor, dass Mitarbeiter in die Entleihbetriebe wechseln.

Das sieht Kleinhaus jedoch völlig entspannt. Es habe Vorteile für alle Beteiligten: Der Arbeiter kennt sein zukünftiges Unternehmen und der Entleihbetrieb sein neues Teammitglied.

Mehr zu diesem Thema und zu dem von Arbeitsministerin Andrea Nahles im November vergangenen Jahres vorgelegten Gesetzentwurf zu Leiharbeit und Werkverträgen, auf den sich Union und SPD in der vergangenen Woche geeinigt haben, lesen Sie in der TASPO 20/2016, die am 20. Mai erscheint.

 

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