BGL-Präsident August Forster: „Das Grüne Dach ist alternativlos“

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Ein Spitzengespräch zwischen BGL-Präsident August Forster und BDLA-Präsidentin Andrea Gebhard fand bereits auf der diesjährigen GaLaBau in Nürnberg statt. Foto: Messe Nürnberg

Aktuelles politisches Geschehen und neue Entwicklungen in der Gesetzgebung machen eine gemeinsame Interessenvertretung des gartenbaulichen Berufsstandes erforderlich. Nachdem der Zentralverband Gartenbau (ZVG) anlässlich des Deutschen Gartenbautages seinen Willen bekräftigt hat, ein „Grünes Dach“ der Verbände zu schaffen, stellt sich die Frage, wie die aktuelle Situation von Seiten des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) beurteilt wird. Wir sprachen darüber mit BGL-Präsident August Forster. 

Herr Forster, ist die Idee des „Grünen Daches“ gescheitert, nachdem der ZVG im Frühjahr dieses Jahres den Verhandlungstisch verlassen hat?
August Forster: Für mich ist das „Grüne Dach“ nicht gescheitert. Bei meinem Amtsantritt im September 2011 habe ich betont, dass ich das Projekt fest im Fokus habe. Daran hat sich in der Zwischenzeit auch nichts geändert. Allerdings konnte bislang leider kein Einvernehmen mit dem ZVG erzielt werden, da die zurückliegenden Verhandlungen in einem sehr angespannten Klima erfolgten, in dem es aus meiner Sicht an Offenheit und gegenseitigem Vertrauen fehlte. Vor diesem Hintergrund konnte der Eindruck entstehen, dass der ZVG das „Grüne Dach“ nicht wirklich will. Wir im BGL lassen allerdings nicht von einer Idee ab, nur weil der Produktionsgartenbau andere Vorstellungen hat.

Das klingt nach einem eigenen Weg ...
Wir sind davon überzeugt, dass es richtig und notwendig ist, die grünen Interessen zu bündeln. Und wir finden dahin gehende Zustimmung auch beim Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) und beim Bund deutscher Baumschulen (BdB). Deshalb gehen wir den Weg konsequent weiter und haben mit beiden Verbänden erste Gespräche aufgenommen. Es zeigt sich, dass diese Verhandlungen von einer Vertrauensbasis getragen sind, die es ermöglicht, zielstrebig und konstruktiv weiterzuarbeiten.
Im Ergebnis wird es bereits in diesem Monat einen gemeinsamen Auftritt im Rahmen eines Parlamentarischen Abends geben. Da es solche Gemeinsamkeiten bislang nicht gab, haben wir von Seiten der Politik schon auf die Einladungen hin sehr positive Resonanzen erfahren. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn es bezogen auf den gesamten Berufsstand Gartenbau keine gemeinsamen Vorstellungen zum Auftritt gegenüber der Politik gibt, finden sich eben die Verbände zusammen, die gemeinsame Interessen haben. (ks)

Wie die Chancen stehen, dass sich die Branche am Ende doch zusammenfinden wird, lesen Sie in dem ausführlichen Interview mit August Forster in der morgen erscheinenden TASPO 45/12. Darin erläutert der BGL-Präsident unter anderem auch, weshalb sich eine Gemeinschaft mit dem ZVG bislang nicht herstellen ließ, wie die Zusammenarbeit von BGL, BDLA und BdB konkret aussehen wird und ob ein „Grünes Dach“ mit der neu entstandenen Dreiteilung der Interessen in Landwirtschaft, Handel und Dienstleistung fertig werden kann.

 

Leserkommentare


  1. Sehr schöner Beitrag. Ich wäre immer dafür zum Beispiel einen Radlader zu mieten. Der Verschleiß über die Jahre führt zu Reparaturkosten, die beim mieten nicht anfallen, da man immer Geräte bekommt die instand sind. http://www.ktg-baumaschinen.de/12-0-Radlader.html
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