Stihl-Herbstpressekonferenz: weiter hohes Umsatzplus

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Die neue, leicht bedienbare Akku-Heckenschere HSA 86 im Praxiseinsatz. Werkfoto

Positive Wirtschaftszahlen und mehrere technische Neuheiten standen bei der Herbstpressekonferenz von Stihl am 11. September in Waiblingen im Fokus. Das auf Motorsägen und andere motorbetriebene Geräte ausgerichtete Unternehmen erreicht ähnlich wie 2011 auch in diesem Jahr wieder hohe Umsatzzuwächse. 

Auf 1,968 Milliarden Euro bezifferte der Stihl-Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora den Umsatz der Stihl-Unternehmensgruppe in den ersten acht Monaten 2012. Dies entsprach einer Zunahme um 7,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr.

Im gesamten Jahr 2011 verzeichnete die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 2,62 Milliarden Euro und damit 10,8 Prozent mehr als 2010. Zum Gewinn gab es zwar keine konkreten Angaben. Kandziora sprach aber von „zufriedenstellendem Ertrag im Gleichklang mit der Umsatzzunahme“. Den höchsten Umsatzzuwachs in den ersten acht Monaten 2012 erreichte Stihl in Nordamerika und den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China). Etwa 90 Prozent des Umsatzes der Firma Stihl basiert auf Verkäufen außerhalb Deutschlands. Doch äußerte sich Kandziora auch zufrieden über die Absätze am heimischen Markt.

Das Stammhaus (Andreas Stihl AG & Co. KG) verzeichnete von Januar bis August 2012 eine Umsatzzunahme um 5,3 Prozent auf 601 Millionen Euro. Dementsprechend gab es bei der Pressekonferenz ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort in Deutschland. Jedenfalls stünden am Waiblinger Stammsitz zwei große Investitionsprojekte an. Zum einen sind mehr als 40 Millionen Euro für ein neues Gebäude zur Verbesserung der Produktionslogistik veranschlagt. Zum anderen werden über 20 Millionen Euro in eine räumliche Ausweitung der Produktentwicklung investiert. Die Investitionen des gesamten Unternehmens belaufen sich 2012 auf über 200 Millionen Euro.

Mehrere Fragen drehten sich bei der Pressekonferenz in Waiblingen um die Beschäftigten. In der Unternehmensgruppe sind 12.320 Menschen beschäftigt (Stand: 31. August 2012). Dies entspricht einer Zunahme um 3,5 Prozent gegenüber vergangenem Jahr. Im Stammhaus sind es 4.054 Mitarbeiter, entsprechend ein Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Einsatz von Leiharbeitern spielt bei Stihl nur eine sehr geringe Rolle.

Herausgestellt wurde in Zusammenhang mit der Beschäftigungssituation die Strategie, fürs Rekrutieren von Fachkräften vor allem auf eigene Ausbildung zu setzen. Nahezu alle Facharbeiterstellen könne man mit Personen besetzen, die ihre Ausbildung bei Stihl absolvierten. Das Unternehmen stellt jedes Jahr etwa 60 Auszubildende für verschiedene technische Berufe neu ein. Bei der breiten Palette von aktuellen Produktneuheiten Stihls ragt in diesem Jahr der Gesteinsschneider Stihl GS 461 heraus, ein Hochleistungsgerät zum Nasstrennen von Beton oder Naturstein mit Diamant-Trennschleifkette.

Für den Gartenbau und damit für den Garten- und Landschaftsbau relevanter sind unter anderem die neue Motorsäge Stihl MS 461, zwei neue Motorsensen und ein neuer Hochdruckreiniger sowie die Entwicklungen auf dem Gebiet der Akku-Technologie. Hierzu wurden eine akkubetriebene Motorsäge mit der Bezeichnung Stihl MSA 200 C-BQ (elektronisch geregelter Elektromotor, 36 Volt Lithium-Ionen-Akkus) ebenso vorgestellt wie der Akku-betriebene Heckenschneider HLA 65.

Außerdem sind verschiedene Produktneuheiten des Viking-Sortiments entweder für den Einsatz in Hausgärten oder für den semi-professionellen und professionellen Einsatz in der Garten- und Landschaftspflege gedacht. So gibt es neue Gerätetypen bei den Viking-Aufsitzmähern ebenso wie bei den Viking-Elektromähern und den Akku-Rasenmähern dieser zu Stihl gehörenden Marke. (eh)

 

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