Tarifabschluss in Nordrhein-Westfalen: Lohnerhöhung ab April

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Nach Bayern haben sich nun auch die Tarifparteien in Nordrhein-Westfalen auf einen Tarifabschluss für die im Gartenbau Beschäftigten geeignet. Das Ergebnis sieht ab dem 1. April 2013 eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,9 Prozent (Ecklohn, Geselle, zweites Jahr = 11,52 Euro), ab 1. April 2014 um weitere 2,9 Prozent (Ecklohn 11,85 Euro) vor.

Die Auszubildendenvergütungen erhöhen sich in zwei Stufen. Zum 1. August 2013 und 1. August 2014 bekommen Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr jeweils 50 Euro mehr, im zweiten Ausbildungsjahr jeweils 60 Euro und im dritten jeweils 70 Euro mehr (2014 = 640 Euro im dritten Jahr).

Der Knoten in der Tarifrunde Gartenbau 2013 ist aus Sicht der Gewerkschaft nun endgültig geplatzt. Nach Bayern könnten sich auch die gewerkschaftlich Organisierten in Nordrhein-Westfalen im Gartenbau auf deutliche Lohnerhöhungen freuen. Auch im Niedriglohnbereich habe die IG BAU Tarifkommission die geforderte Lohnniveauangleichung sehr erfolgreich umgesetzt. Das Ergebnis im Einzelnen:

  • Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag für den erwerbsmäßigen Gartenbau in Nordrhein-Westfalen hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2015.
  • Zukünftig wird es keinen gesonderten Tarifvertrag mehr für die Saisonarbeitskräfte geben. Vereinbart wurden die Einführung eines Stufenplanes und die Einordnung in den regulären Tarifvertrag, beginnend mit dem Jahr 2013/2014.

Die Stufenerhöhung gewährleiste, dass ab dem 1. Dezember 2017 eine Lohnniveauangleichung mit der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde erreicht wird, was einer Erhöhung von 34 Prozent gleichkommt.

Niedriglohn- und Gehaltsgruppen, die sich zwischen 7,76 Euro und 8,11 Euro befanden, werden in der zweiten Stufe auf 8,50 Euro und 8,67 Euro angehoben.

Den Arbeitgebern war es bei diesem Tarifabschluss wichtig, dass es anders als in Bayern keine rückwirkenden Zahlungen gibt, da die Landesverbände ihren Mitgliedern schon vor diesem Tarifabschluss eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent empfohlen hatten. (igbau/ts)

 

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