Technikerarbeit in Hohenheim: Mitarbeitermotivation im GaLaBau

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Zu den besonders motivierenden Maßnahmen für Mitarbeiter in Betrieben des GaLaBaus gehören Betriebsfeste, die ein- oder sogar zweimal im Jahr durchgeführt werden. Besonders günstig reagieren Mitarbeiter auf Prämien, die bei guter Leistung ebenfalls ein- oder zweimal im Jahr ausbezahlt werden. So lauten die wichtigsten Ergebnisse einer Umfrage, die Daniel Vesin im Rahmen seiner Technikerarbeit zur Mitarbeitermotivation in GaLaBau-Betrieben herausgearbeitet hatte. 

Im Vorfeld hatte er, nach Absprache mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg, 25 landschaftsgärtnerische Unternehmen im Bereich Stuttgart und Neckar-Alb ausgewählt, die zu dem Thema „Motivation der Mitarbeiter“ befragt werden sollten.

Obwohl die ausgewählten Betriebe zunächst telefonisch informiert wurden und ihnen nach einer Zusage der Fragebogen mit der Bitte zugesandt wurde, diesen möglichst umgehend zurückzusenden, war der Rücklauf eher mäßig. Nur acht Unternehmen schickten letztendlich aussagekräftige Fragebögen zurück, die für eine Auswertung nutzbar waren.

Aus diesen ergaben sich allerdings folgende Ergebnisse: Von besonderer Bedeutung sind, neben den eingangs genannten Motiven, auch persönliche Kontakte zu den Mitarbeitern, um mit ihnen betriebliche und persönliche Themen zu besprechen. Ideal sei es, wenn solche Kontakte zu den Mitarbeitern möglichst im Abstand von einem Monat hergestellt werden. Ein sehr wichtiger Punkt sind auch Fortbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Vier der acht Unternehmen, die den Fragebogen zurückgesandt haben, legen gerade auf diesen Punkt besonderen Wert. Dort werden die Mitarbeiter ein- bis zweimal im Jahr für solche Veranstaltungen freigestellt.

Ein besonderes Thema sind auch die im Betrieb verwendeten Werkzeuge und Maschinen. Die Arbeit im Bereich des GaLaBaus ist oft sehr beschwerlich, sodass hier mit ausgewählten Gerätschaften körperliche Erleichterungen geschaffen werden können. Darauf reagieren die Mitarbeiter positiv, was sich in einer deutlichen Leistungssteigerung bemerkbar macht. Günstig beurteilt wird auch, wenn ein Unternehmen den Mitarbeitern entweder die Betriebsbekleidung zur Verfügung stellt oder zumindest Zuschüsse dafür gewährt und letztendlich natürlich, wenn es angebracht ist, ein entsprechendes Lob und eine Anerkennung für die geleistete Arbeit ausgesprochen wird.

Letztendlich kam Daniel Vesin zu dem Schluss, dass es für ein Unternehmen sehr wichtig ist, die Mitarbeiter langfristig zu motivieren und ihnen genügend und richtig ausgewählte Anreize zu bieten. Sein Fazit: Ein Betrieb, gleich welcher Art und Größe, sollte zur Durchführung von Maßnahmen zur Mitarbeitermotivation möglichst immer finanzielle Mittel frei verfügbar haben. Letztendlich lebt das Unternehmen durch seine Mitarbeiter, weshalb man immer möglichst bewusst aufeinander zugehen sollte.

In Vorbereitung auf die Umfrage hatte sich der angehende Techniker mit dem Begriff Motivation und seine Bedeutung, bezogen auf die Mitarbeiter, auseinandergesetzt. Tatsächlich kommt das Wort Motivation aus dem Lateinischen und bedeutet Bewegung (= movere). Es handele sich also bei diesem Begriff um ein menschliches Verhalten, bei dem jemand eigenes Interesse an seiner Tätigkeit bekommt und außerdem davon persönlich profitiert. Eine solche Motivation kann natürlich für das Unternehmen selbst Vor- und Nachteile haben, die der Referent kurz vorstellte.

Die betrieblichen Vorteile einer gezielten, positiven Motivation sind beispielsweise eine gesteigerte Produktivität, eine erhöhte Arbeitsqualität, eine verbesserte Mitarbeiterzufriedenheit, weniger Krankheitstage und insgesamt gesehen auch ein verbessertes Betriebsklima.

Nicht zu verkennen sei aber, dass eine entsprechende Motivation auch mit Nachteilen verbunden sein kann, die sich in einem erhöhten Zeitaufwand und zusätzlichen Kosten bemerkbar machen und außerdem die Motivation oft auch ganz persönlich auf den jeweiligen Mitarbeiter ausgerichtet sein muss.

An der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim müssen die Schüler gegen Ende ihrer Ausbildung zu einem selbst ausgewählten Thema eine Technikerarbeit erstellen und präsentieren. Beides wird beurteilt und benotet. Ende März 2013 präsentierten 27 Schüler des Jahrganges 2011/2013 ihre Arbeiten. (gug)

 

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