toom nimmt gesundheitsschädliche Motorsägen aus dem Sortiment

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Dieses Modell steht auf der roten Liste der DUH. OBI vertreibt die Kettensäge auch online und nimmt sie nicht aus dem Sortiment. Foto: Screenshot

Nach erneuter Kritik der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) hat die Baumarktkette toom angekündigt, Motorsägen mit zu hohen Schadstoffemissionen aus den Verkaufsregalen zu entfernen. OBI allerdings weigere sich noch, diesen Schritt zu gehen, heißt es einer Meldung der Umwelthilfe zufolge.

Der TÜV NORD hatte bei einer Schadstoffanalyse im Auftrag der DUH herausgefunden, dass Motorsägen und -sensen der Hersteller beziehungsweise Importeure Matrix, Euromate, ISC, Fuxtec, Güde, Ikra und Al-Ko die gesetzlich geltenden Grenzwerte für Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide zum Teil erheblich deutlich überschritten. Im Februar 2014 informierte die DUH die Baumärkte über die gesundheitsschädlichen benzinbetriebenen Motorsägen, stellte aber im Oktober 2014 fest, dass toom und OBI die auffälligen Geräte in ihren Filialen weiterhin verkaufen.

„Umso unverständlicher ist es, dass OBI nicht vergleichbar handelt“
„toom hat unmittelbar nach unserer Veröffentlichung den Verkauf der gesundheitsschädlichen Motorsäge eingestellt. Umso unverständlicher ist es, dass OBI nicht vergleichbar handelt und offensichtlich Profitmaximierung vor den Schutz seiner Kunden und der Umwelt stellt“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Wir fordern OBI auf, in allen Baumärkten den Verkauf von Produkten einzustellen, deren Abgasemissionen die gesetzlichen Grenzwerte übersteigen und dadurch die Gesundheit des Verbrauchers und die Umwelt schädigen.“ Resch verwies darauf, dass OBI die erhebliche Überschreitung der Schadstoffgrenzwerte bei den geprüften Gartengeräten bekannt sei.

Nach Ansicht der DUH handelt OBI gegen seine im Internet veröffentlichten Unternehmensziele. In diesen heißt es: „Als führendes Unternehmen der Baumarktbranche in Deutschland übernimmt OBI umweltpolitische Verantwortung. Wir sind davon überzeugt, dass sich ein Wirtschaften im Sinne der Nachhaltigkeit nur durch konkretes Handeln effektiv umsetzen lässt." Dieses 'konkrete Handeln' fordert die DUH nun ein und setzt der Baumarktkette eine Frist von sieben Tagen, um die gesundheitsschädlichen Geräte aus dem Sortiment zu nehmen. Für den Fall, dass die Frist tatenlos verstreicht, kündigt die DUH weitere Maßnahmen an. (ts)

 

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