Umfrage zur Regenwasser-Nutzung: fast zwei Millionen Zisternen in Eigenheimen

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Der Einbau von Zisternen aus Beton oder Kunststoff für die Regenwassernutzung wird bundesweit im GaLaBau zur Regel. Wie aus einer Blitzumfrage der Mall GmbH in Donaueschingen unter 170 Mitgliedsbetrieben im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau hervorgeht, beurteilen 81,3 Prozent der befragten Unternehmen die Regenwassernutzung als wichtiges und weiter wachsendes Marktsegment. 

Die Regenwassernutzung schätzen vier von fünf befragten Unternehmen als ökologisch, marktbelebend, trinkwasserfreundlich und kostensparend ein. Bundesweit bestehen bereits 1,95 Millionen Anlagen zur Regenwassernutzung in Privathaushalten.

99,4 Prozent der befragten GaLaBau-Unternehmer beschäftigen sich aktiv mit der Regenwassernutzung. Neun von zehn Betrieben bauen Zisternen je zur Hälfte aus Beton oder Kunststoff ein. Sie berichteten im Rahmen der Blitzumfrage von einer äußerst stabilen Konjunktur. „Das ist eine gut gehende Branche“, urteilte Markus Böll, Vertriebs- und Marketingleiter bei der Mall GmbH. Die Nachfrage nach dem Einbau von Zisternen befindet sich nach Darstellung von 91,6 Prozent der Betriebe auf einem hohen Niveau.

Diese Marktlage werde positiv vor allem durch mehr Baugenehmigungen im Eigenheimbau, die steigenden Investitionen in Immobilien und deren qualitativen Anlagen sowie durch steigende Trink- und Abwassergebühren beeinflusst, erklärte der Überlinger Regenwasserexperte, Architekt Klaus W. König. Die meisten Unternehmen in der GaLaBau-Branche rechnen mit einer gleichbleibenden oder sogar besseren Marktentwicklung. 49,4 Prozent erwarten eine verstärkte Entwicklung und 46,4 Prozent eine gleichbleibende. Nur 4,2 Prozent der Unternehmen prognostizierten eine nachlassende Konjunktur in der Regenwassernutzung.

Bei der Blitzumfrage kristallisierte sich eine Ausgeglichenheit zwischen den Werkstoffen Beton und Kunststoff heraus. Die Zisternen aus Beton konnten insbesondere bei Stabilität, Haltbarkeit, Ökologie und Einbauvorteilen punkten, während Kunststoff nach Meinung der GaLaBauer bei der Handhabung und beim Preis vorne lag. Kunststoff-Zisternen sind leichter als Beton und daher einfacher zu versetzen. Der Zisternenbauer aus Donaueschingen weist darauf hin, dass seine Betonzisternen mit Spezialfahrzeugen direkt auf die Baustelle angeliefert und anschließend schnell und einfach versetzt werden. Auf eine breite Regenwassernutzung setzen vorrangig Privathaushalte (88,65 Prozent), Gewerbebetriebe (7,53 Prozent) und dann erst die Kommunen (3,82 Prozent) in Deutschland. (ts)

 

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