Artikel zum Thema GartenMarkt

Ikea testet virtuelle Realität in vier Märkten

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Mit Brillen für virtuelle Realität können Menschen Dinge sehen, die gar nicht vorhanden sind. Ikea bietet Kunden diese Technik für die Küchenplanung an. Foto: Ikea

Gartencenterbetreiber konnten die Brillen für virtuelle Realität (VR) bereits auf der Wintertagung des Verbandes Deutscher Garten-Center ausprobieren. Im Januar klang die neue Technik für viele noch wie Zukunftsmusik. Jetzt testet mit Ikea eines der ersten Unternehmen den Nutzen der neuen Technik mit Kunden aus.

Zahlreiche Händler wollte bei der VDG-Tagung wissen, wie es aussieht, wenn tatsächlich Vorhandenes mit computergenerierten Darstellungen verschmilzt. Was vor wenigen Monaten noch wie Science Fiction klang, ist nun auf der Verkaufsfläche angekommen. Ikea probiert jetzt in einem Pilotprojekt die VR-Brillen mit Kunden aus.

Fleischbällchen lassen sich virtuell braten

An vier Standorten können sie sich virtuell in ihren geplanten Küchen umsehen, Schubladen aufziehen, die Backofentür öffnen und Gemüserest im Müll entsorgen. Außerdem erlaubt die App, in einer Pfanne die berühmten schwedischen Fleischbällchen zu braten. Zwei Zauberstäbe in den Händen der Kunden helfen dabei beim Navigieren. Mit einem Klick lassen sie die Materialen der Schränke und der Arbeitsplatte verändern. In den Pilotmärkten in Schweden, Belgien und Kanada kommt dabei die 3D-Brille HTC Vive zum Einsatz. Für den räumlichen Eindruck sorgt eine selbst entwickelte App.

Auf Spieleplattform getestet und weiterentwickelt

"Die virtuelle Realität entwickelt sich immer schneller und in fünf bis zehn Jahren wird sie fester Bestandteil im Leben der Menschen sein. Uns ist klar, dass dies in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen wird”, sagt Jesper Brodin, IKEA Range & Supply Manager. Nach eigenen Angaben ist Ikea eines der wenigen Unternehmen weltweit, das bei der Weiterentwicklung von virtueller Realität mit eigenen Inhalten vorangeht. Getestet hat Ikea die eigene App über eine Spieleplattform Steam. Die weltweiten Spieler halfen bis Dezember 2016 bei der Entstehung von rund 1200 virtuellen Artikeln und deren Weiterentwicklung. „Das war eine Gemeinschaftsarbeit. Wir wollten von den Menschen wissen, wovon sie gerne mehr hätten und ob Interesse für virtuelle Realität besteht. Überraschenderweise wollten die meisten Fleischbällchen machen!“, erzählt Martin Enthed, IT Manager für IKEA Communications.

 

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