Zierpflanzenbau: Pflanzenschutz wird sich verändern

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Intensiver Dialog der Teilnehmer der Herbsttagung des BVZ mit Josef Engels, Pulheim. Foto: BVZ

Im schlimmsten Fall könnte es in zehn Jahren keine Wirkstoffe für den Zierpflanzenbau mehr geben, sagte Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) im Rahmen der Herbsttagung des Bundesverbands Zierpflanzen (BVZ). Auch nach Meinung des Pflanzenschutzexperten Dr. Wolfgang Zornbach steht der Wirtschaftszweig in diesem Bereich vor großen Veränderungen.

Zierpflanzenbau: Potenzial in nicht-chemischem Pflanzenschutz

Zornbach sehe nach eigener Einschätzung allerdings nicht das „Aus“ für den Zierpflanzenbau, wie ihn Mertz am Horizont sieht. Großes Potenzial liege in der Verbesserung nicht-chemischer Verfahren, so zum Beispiel in der Robotertechnik.

Allerdings zeige die Diskussion und Gesetzgebung im Falle des Wirkstoffs Glyphosat, dass eine „politische Zulassung“ statt einer wissenschaftlich basierten drohe, wenn sich die Behörden von außen unter Druck setzen lassen. Dies stelle das heutige Zulassungssystem infrage.

BVZ-Experte warnt vor Verwendung illegaler Pflanzenschutzmittel

Zornbach warnte vor dem Kauf und der Verwendung illegaler Pflanzenschutzmittel. Kein Gärtner dürfe den Ruf der Branche aufs Spiel setzen, um kurzfristig etwas Geld zu sparen. Zudem sei die Qualität der Importe fraglich, so enthielt ein angebliches Fungizid tatsächlich einen Insektizid-Wirkstoff.

Mehr zur Herbsttagung und Delegiertenversammlung lesen Sie in TASPO 42/2016, die am morgigen Freitag, 21. Oktober erscheint.

 

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