Baumschule Lappen in Schwierigkeiten

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Die Baumschule Lappen hat Insolvenz beantragt. Foto: Markus Bormann/Fotolia

Die Baumschule Lappen steckt in Schwierigkeiten. Zur Sanierung des Familienunternehmens haben die Betriebsinhaber in dieser Woche einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Krefeld gestellt. Lappen gehört mit einer bewirtschafteten Gesamtfläche von über 650 Hektar in Deutschland und den Niederlanden zu den größten Baumschulen im Bundesgebiet.

Baumschule Lappen: Amtsgericht Krefeld ordnet Insolvenzeröffnungsverfahren an

Das Amtsgericht Krefeld hat unter dem Aktenzeichen 95 IN 53/16 das Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen von Christian Lappen als Inhaber der Firma Pflanzenhandel Lappen angeordnet. Gleichzeitig ist unter dem Aktenzeichen 95 IN 52/16 ein Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen von Dieter Friedrich Lappen, Inhaber der Baumschulen Lappen, angeordnet worden.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Eberhard Stock von der Krefelder Kanzlei Niering Stock Tömp bestellt. Laut der offiziellen Pressemitteilung der Baumschule Lappen ist Stock bereits jetzt davon überzeugt, den Baumschulbetrieb zumindest bis ins Jahr 2017 hinein fortführen zu können.

Die Traditionsbaumschule mit Sitz in Nettetal-Kaldenkirchen beschäftigt inzwischen 134 Mitarbeiter. Christian Lappen hatte im Oktober vergangenen Jahres die alleinige Geschäftsleitung des Unternehmens übernommen, die er sich zuvor mit seinem Vater geteilt hatte.

Aktuelle Marktlage Ursache für finanzielle Schieflage der Baumschule Lappen?

Als Ursache für die finanzielle Schieflage nennt die Baumschule Lappen die aktuelle Marktlage. Diese habe es unmöglich gemacht, die Preise zu erzielen, „die dem hochwertigen Produkt der Baumschule entsprechen“, so das Unternehmen.

„Die mit den hohen Qualitätsansprüchen der Baumschule Lappen verbundenen Kosten führten gerade in dem umsatzschwachen Sommer zu einem zusätzlichen Liquiditätsbedarf, der nicht in der erforderlichen Höhe über die Hausbanken kurzfristig abgedeckt werden konnte“, teilt die familiengeführte Baumschule aus dem Rheinland mit.

Baumschule Lappen zuversichtlich, die derzeitige Krise zu überwinden

Den jetzt gestellten Insolvenzantrag sehen die Firmeninhaber als Chance, die Baumschule Lappen zu sanieren und die Arbeitsplätze der 134 Mitarbeiter zu erhalten, heißt es. Deren Löhne und Gehälter sind derzeit über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert.

Hoffnung schöpft die Baumschule Lappen außerdem, weil erste Lieferanten und Dienstleister bereits signalisiert hätten, die Geschäftsbeziehungen mit dem Unternehmen in gewohntem Umfang fortführen zu wollen.

Mehr dazu lesen Sie in der TASPO 42/2016, die am 21. Oktober erscheint.

 

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