Hamburg: ein Hain voller Klimabäume

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Der Klimahain der Baumschule Lorenz von Ehren. Foto: LvE

Wie entwickeln sich als klimatauglich eingestufte Baumarten unter realen Bedingungen im sich verändernden Klima? Um das herauszufinden, hat die Baumschule Lorenz von Ehren auf ihrem Betriebsgelände in Hamburg jetzt einen speziellen Klimahain mit 61 Klimabäumen gepflanzt.

Die dort aufgepflanzten Baumarten gelten als klimawandeltauglich und entsprechen den Empfehlungen der Baumschule von Ehren, der Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) und denen des Projekts Stadtgrün 21.

Klimabäume im direkten Vergleich

„Wir wollen mit dem Klimabaumhain zeigen, wie sich als eventuell klimawandeltauglich eingestufte Baumarten im sich verändernden Klima entwickeln und unseren Kunden, aber auch allen Fachinteressenten eine Möglichkeit geben, die Gehölze im direkten Vergleich zu begutachten“, so Bernhard von Ehren, geschäftsführender Gesellschafter der Baumschule.

Von jeder der 61 klimawandeltauglichen Baumarten steht jeweils ein Exemplar in dem rund einen halben Hektar großen Klimawäldchen. Um den Vergleich der einzelnen Baumarten zu erleichtern, sind die Bäume nach der zu erwartenden Wuchshöhe angepflanzt. Gleichzeitig lassen sich die 61 Klimabäume so in kleine, mittelgroße und große Bäume einteilen.

Klimabäume sollen nicht verschult werden

Zu den aufgepflanzten Baumarten im Klimahain zählen unter anderem Taxodium distichum, Nyssa sylvatica, Magnolia kobus, Liriodendron tulipifera, Koelreuteria paniculata und Fraxinus angustifolia ʻRaywoodʼ. Die Bäume sollen laut von Ehren nicht verschult werden, sodass sich die Pflanzen größtenteils ungestört von größeren Kulturmaßnahmen entwickeln können.

Den Baumbestand im Klimahain will die Baumschule laufend an den aktuellen Stand der Forschung anpassen.

 

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