Interview: Der Härtetest für Rosen im Web-TV

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Der Betrachter der Videos soll erkennen und verstehen, mit welchem besonderen Aufwand und Einsatz Rosen gezüchtet werden, was ADR bedeutet und wie Rosen produziert werden. Foto: ADR

Die ADR-Prüfung ist der Härtetest für Rosenneuheiten. Da sich die Pflanzen besonders gut als Video-Motiv eignen und auch das Prüfverfahren bekannter werden soll, wurde das Online-Format ADR-Web-TV ins Leben gerufen. Wir sprachen mit dem Referatsleiter Burkhard Spellerberg über das Projekt.

Seit wann gibt es ADR-Web-TV und wie entstand die Idee dazu?

Die ersten Ideen zum ADR-Web TV entstanden vor etwa drei Jahren im Arbeitskreis Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung. Nach langer Vorbereitung und vielen Drehtagen erfolgte am 11. April dieses Jahres das Einstellen und Freischalten im Internet. Auf Messen, bei anderen Präsentationen oder Vorträgen zum Thema ADR konnte beobachtet werden, dass gedruckte Informationen auch bei bester Aufmachung beim Messebesucher oder Zuhörer immer weniger Beachtung fanden. Deswegen haben wir im Arbeitskreis ADR überlegt, ob andere Wege zur Informationsvermittlung notwendig sind.

Was war der Beweggrund für ein solches Format?

Es ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass sich die Online-Informationssuche rasant entwickelt hat. Wir können doch in allen Bereichen sehen, wie gern Informationen - egal zu welchem Thema oder Sachverhalt - über Videos im Internet abgefragt werden und das nicht nur von jungen Usern. Das Thema Rose lässt sich nun besonders gut in bewegten Bildern  darstellen und deswegen wurde mit dem Bund deutscher Baumschulen und den an der ADR beteiligten Rosenzüchtern und Produzenten beschlossen, ADR-Prüfung, Rosenzüchtung und Produktion von ADR Rosen über Internetvideos darzustellen.  

Welche Inhalte werden in den Filmen transportiert?

Der Betrachter soll erkennen und verstehen, mit welchem besonderen Aufwand und Einsatz Rosen gezüchtet werden, was ADR bedeutet und wie Rosen produziert werden. Die Koordination des Arbeitskreis ADR durch das Bundessortenamt und die Erfassung von Qualitätsmerkmalen werden erläutert. Auch sollen Pflanzeneigenschaften und Züchtungsziele erkennbar werden und es soll verdeutlicht werden, dass die Rosenzüchtung nicht auf Knopfdruck neue Sorten schaffen kann. Die Filme sollen zeigen, welches Engagement und welche Emotionen rund um die Rose vorhanden sind. Über die Beiträge der Rosenzüchter und die Filme zu Produktion für Großhandel und Endverkauf möchten wir natürlich das Interesse an ADR Rosen und Rosen allgemein steigern und eine sehr positive Imagewirkung zur Rose erreichen. Der Vorteil dieser Filme liegt besonders darin, dass sie überall, jederzeit und wiederholbar über PCs, Tablets und Smartphones abrufbar sind.

Was passiert mit den Rosensorten, die durch die Rosenprüfung fallen?

Einige Rosensorten werden nicht weiter produziert, aber es gibt viele Rosensorten, die ohne ADR-Prädikat erfolgreich vermarktet werden.

Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) ist ein Arbeitskreis aus Vertretern des Bunds deutscher Baumschulen, Rosenzüchtern und unabhängigen Experten. Rosensorten, die das ADR-Prädikat tragen, wurden zuvor einer strengen Prüfung unterzogen, um den Gartenwert von Rosenneuheiten zu bewerten.

 
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