Schwieriges Marktumfeld für europäische Baumschulen

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Mit 3.000 Hektar Produktionsfläche ist die Ukraine neues ENA-Mitglied. Foto: ENA

„Ebbe und Flut ist Kaufmannsgut“: Mit dieser Aussage brachte ENA-Vizepräsident Jan-Dieter Bruns auf den Punkt, was die Mitgliedsbetriebe des Europäischen Baumschulverbands in nahezu allen Ländern vereint: Das Marktumfeld, in dem sie sich bewegen, ist schwierig – aber keinesfalls aussichtslos.

Inhaber der Baumschule Monrovia gibt Einblicke in US-Situation

In diesem Zusammenhang hatte die European Nurserystock Association (ENA) den Inhaber der wohl weltweit größten Baumschule Monrovia in Kalifornien als Redner zu ihrer Generalversammlung geladen. Miles Rosedale sprach über die schwierige unternehmerische Situation nach dem Platzen der Immobilienblase in den USA vor einigen Jahren.

Nur durch harte Umstrukturierungsmaßnahmen im Unternehmen und eine heftige Konsolidierung der Branche gelang es, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen; wobei die Baumschule heute mit neuem Marketingkonzept und neuen Produkten wieder glänzend am Markt dasteht. Diese Ausführung war sicher für alle anwesenden Mut und Ansporn, die wirtschaftlich schweren Zeiten anzunehmen und zu meistern.

Aktuelle Herausforderungen für Baumschulen

Thema der Generalversammlung waren darüber hinaus aktuelle Herausforderungen der Branche wie die Ausbreitung des Feuerbakteriums Xylella fastidiosa und die daraus entstehenden Folgen für die Betriebe. Vertreter aus 16 europäischen Ländern – darunter auch der Ukraine, die als 20. ENA-Mitglied neu dabei ist – diskutierten zudem intensiv, wie der europäische Entschädigungsfonds und weitere nationale Entschädigungsmöglichkeiten möglichst schnell realisiert werden können.

Ebenfalls Gesprächsgegenstand war das erste Update der Liste invasiver Arten innerhalb der Europäischen Union. Wie befürchtet, ist nach einer ersten Liste im vergangenen Herbst bereits eine weitere umfangreichere Liste in der Diskussion, die auch Gehölze umfasst. Ein gemeinsames europäisches Auftreten soll dabei helfen, Einfluss auf die gelisteten Arten auszuüben.

 

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