Syngenta-Chef Michael Mack tritt zurück

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Syngenta-Chef Michael Mack hat nach acht Jahren an der Konzernspitze seinen Hut genommen. Foto: Syngenta

Syngenta-Chef Michael Mack hat überraschend bekannt gegeben, den Schweizer Agrochemiekonzern zum Ende des Monats zu verlassen. Als Interimslösung wird Syngenta-Finanzchef John Ramsay Macks Aufgaben übernehmen. Anders als in verschiedenen Medien behauptet, sieht Unternehmenspräsident Michel Demaré jedoch keinen Zusammenhang zwischen Macks Rücktritt und der abgewiesenen Übernahmeofferte von Monsanto.

Macks Rücktritt nicht auf Druck der Syngenta-Aktionäre

Wie Demaré in einem Interview erklärte, habe vielmehr der Verwaltungsrat von Syngenta das Monsanto-Angebot einstimmig als ungenügend bewertet. Auch sei Macks Weggang nicht dem Druck unzufriedener Aktionäre geschuldet. „Mike tritt nicht wegen eines Drucks zurück, vielmehr fühlt er, dass er seine Aufgabe im Wesentlichen erfüllt hat“, äußerte Demaré etwa gegenüber der Basler Zeitung.

In einer offiziellen Pressemitteilung von Syngenta erklärt Mack seinen überraschenden Rücktritt nach acht Jahren an der Spitze des Schweizer Agrochemiekonzerns folgendermaßen: „Ich glaube, dass es für das Unternehmen der richtige Zeitpunkt ist, von den Perspektiven eines neuen Chefs zu profitieren.“ Gleichwohl seien die aktuellen Marktbedingungen durchaus herausfordernd, so Mack. Weitere Gründe für seinen Rücktritt nannte der 55-Jährige nicht.

Trotz Führungswechsel: Syngenta behält strategischen Kurs bei

Wie die Schweizer Handelszeitung schreibt, will Syngenta trotz des Wechsels an der Firmenspitze nicht vom bisherigen strategischen Kurs abweichen. So habe Demaré in verschiedenen Interviews betont, dass der Konzern die Überprüfung des Saatgut-Portfolios weiter vorantreiben und höchstens weitere Bereiche davon zum Verkauf ausschreiben wolle. Unangetastet bleibe hingegen das Chemie-Portfolio.

Die Suche nach einem Nachfolger für Mack laufe sowohl intern als auch extern. Auf einen genauen Zeitpunkt, bis wann der künftige Syngenta-CEO gekürt werde, wollte sich Demaré allerdings nicht festlegen.

 

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