150 Jahre TASPO: pfiffige Werbung mit „Lehrling Franz“

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Eine kleine Auswahl der Anzeigen mit „Lehrling Franz“, mit denen Strobel & Co. Werbung für sein Unternehmen machte. Grafik: Haymarket Media

Es gab in den vergangenen 150 Jahren bei der TASPO immer wieder Highlights, die im Gedächtnis haften geblieben sind. „Lehrling Franz“ ist eines davon. Vielleicht erinnern Sie sich ja auch noch an die agile Zeichenfigur, die in den Anzeigen von Strobel & Co. für Aufmerksamkeit sorgte ...

Pfiffige Werbefigur 1937 aus der Taufe gehoben

Es war 1937, als Gustav Strobel, Unternehmensgründer von Strobel & Co., die pfiffige Werbefigur „Lehrling Franz“ aus der Taufe hob. Mit launigen Sprüchen warb „Lehrling Franz“ für die Produkte seiner Firma in den maßgeblichen Fachzeitschriften – also auch in der TASPO.

Die Einmaligkeit dieser Werbekampagnen in der Baumschulbranche bescherte der Firma Strobel & Co. einen hohen Bekanntheitsgrad unter Fachkollegen – und das mit einer großen Langzeitwirkung.

Purzelbäume aus der Baumschule

Wahrscheinlich erinnert sich noch der ein oder andere unter Ihnen an die fesche Zeichenfigur, die auch schon mal gerne Purzelbäume schlagend das Unternehmen Strobel & Co. als Marke in der Branche platzierte. Immer mit einem flotten Spruch garniert, in diesem Fall: „Purzelbäume – eine der wenigen Baumarten, die wir nicht führen, aber sonst natürlich alle Baumschul-Pflanzen!“

Ideengeber für die Anzeige war jedes Mal der Chef persönlich, erzählt sein Sohn Klaus-Jürgen Strobel. Mit ein paar Strichen und einer Werbebotschaft entwarf sein Vater einen Vorschlag, den dann eine Werbeagentur in eine Druckvorlage umsetzte. So entstanden im Laufe der Zeit über 250 verschiedene Anzeigenmotive, von denen wir hier natürlich nur eine kleine Auswahl zeigen können.

„Lehrling Franz“ ab Mitte der 70er-Jahre immer seltener

Nach 1968 machte der Zeitgeist aus dem Lehrling den bürokratischen „Azubi“. Damit war das Thema „Lehrling“ nicht mehr aktuell und der „Lehrling Franz“ ab Mitte der 70er-Jahre immer seltener in den Fachzeitschriften anzutreffen, erzählt Klaus-Jürgen Strobel.

Im Rückblick eine bahnbrechende Kampagne, die Gustav Strobel da initiiert hat – und immer noch aktuell. Denn sie hat alles, was auch heute von Werbung erwartet wird: persönliche Ansprache, große Emotionalität, pfiffige Optik und auch schon mal ein etwas zweideutiger Text.

Neuauflage der Anzeigenkampagne mit „Azubine Jasmin“?

Vielleicht erleben wir ja in absehbarer Zeit eine Neuauflage: „Azubine Jasmin“ zeigt virtuell – mit einem Smoothie-Drink in der einen Hand und dem Tablet in der anderen – wie diese oder jene Pflanze sich im Kundengarten ausnehmen würde.

 

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