Deutscher Baumarkthandel: Erfolgreicher Jahresstart

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Die Kunden kauften vor allem im März Material für ihre Heimwerkerprojekte. Foto: djd Klenk Holz AG

Die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das gab der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e. V. (BHB) am 18. Mai bekannt. Im ersten Quartal 2017 erwirtschaftete der deutsche Baumarkthandel einen Gesamtbruttoumsatz von 4,04 Mrd. Euro und erzielte damit ein Umsatzwachstum von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Die Umsatzentwicklung im 1. Quartal lässt uns insgesamt zufrieden auf die ersten drei Monate zurückblicken“, kommentierte BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst die aktuelle Marktentwicklung. Auch auf bereinigter Verkaufsfläche erreichte die Branche einen Umsatzzuwachs von 5,3 Prozent. Nach einem ruhigen Jahresstart in den ersten beiden Monaten habe vor allem im März die gute Wetterlage die Kunden in die Märkte gezogen und sie animiert, ihre Heimwerkerprojekte im Haus und insbesondere im Garten tatkräftig anzugehen.
„Trotz der wetterbedingt eher verhaltenen Kundennachfrage im April und den ersten Mai-Wochen sind wir zuversichtlich, unsere selbstgesteckten Jahresziele zu erreichen“, so Wüst. Dazu hatte der BHB zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2017 ein Umsatzwachstum von 1,3 Prozent, bei flächenbereinigter Betrachtung ein Umsatzwachstum von rund 1,0 Prozent prognostiziert. Damit liegt der Branchenverband auf einer Linie mit den Konjunkturprognosen führender deutscher Wirtschaftsinstitute für das laufende Jahr, die von Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts in einer Spanne von 1,2 bis 1,9 Prozent ausgehen – trotz möglicherweise bevorstehender ökonomischer Unsicherheiten, beispielsweise aufgrund etwaiger Einschränkungen des Freihandels durch eine veränderte Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten oder durch die bevorstehenden Verhandlungen der Briten über den EU-Austritt.

März sorgte für Umsatzplus

Entscheidenden Anteil am guten Ergebnis hatte insbesondere die Geschäftsentwicklung im März. Hier erwirtschafteten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte mit einem Gesamtbruttoumsatz von 1,81 Mrd. Euro einen Zuwachs von 15,4 Prozent im Vorjahresvergleich, nachdem die Monate Januar (1,11 Mrd. Euro/+0,0 Prozent) und Februar (1,13 Mrd./-3,1 Prozent) hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren.
Der März erwies sich, laut Deutschem Wetterdienst, als der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 mit durchschnittlichen Regenmengen, aber vielen Sonnenstunden. Außerdem wurde das Branchenergebnis des 1. Quartals 2017 durch ein wenig umsatzstarkes Vorjahresvergleichsquartal 2016 beeinflusst.

Gartensortimente: zweistellige Zuwachsraten

Insbesondere die Gartensortimente zeigten sich – im Vorjahresvergleich – bei den deutschen Bau- und Heimwerkermärkten mit überwiegend zweistelligen Zuwachsraten als stärkste Wachstumstreiber: Die Warengruppen Gartenchemie/Erden/Saatgut (+36,3 Prozent), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (+30,6 Prozent), Gartenausstattung (+22,7 Prozent), Lebend Grün (+21,6 Prozent) und Gartenmöbel (+8,1 Prozent) legten deutlich zu. Allerdings sind die Umsatzzuwächse zum Teil auch dem seinerzeitigen Branchenergebnis des Vorjahresvergleichsquartals 2016 geschuldet. Denn im 1. Quartal 2016 hatten sich noch deutliche Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten gezeigt.
Neben den Gartensortimenten konnten auch die Warengruppen Automotive (+7,9 Prozent), Bauelemente (+7,7 Prozent) und Bauchemie/Baumaterial (+7,5 Prozent) jeweils einen Umsatzzuwachs erzielen. Die deutlichsten Umsatzrückgänge im 1. Quartal 2017 gab es in den Warengruppen Haushaltswaren (-7,5 Prozent), Wohnen/Deko (-7,1 Prozent) und Elektro (-5,3 Prozent).
Die höchsten Umsätze verzeichnete der deutsche Baumarkthandel in den ersten drei Monaten mit Sanitär- und Heizungswaren (465,0 Mio. Euro), Bauchemie/Baumaterial (353,0 Mio. Euro), Elektro inklusive Beleuchtung (316,6 Mio. Euro), Werkzeugen/Maschinen/Werkstattausstattung (291,9 Mio. Euro) und Anstrichmitteln/Malerzubehör (275,9 Mio. Euro).

 

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