Gartenbau in Brandenburg – Jahr der Chancen

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Chancen für den brandenburgischen Gartenbau liegen in heimischen Produkten mit geschützter Herkunft. Foto: Fotolia txakel

Agrarminister Jörg Vogelsänger ist sich sicher, dass der in Brandenburg heimische Gartenbau vor großen Chancen steht. Zwar habe der Wirtschaftszweig an den Folgen des Importstopps nach Russland und den Auswirkungen des Mindestlohns zu knabbern, jedoch könne man mit dem Trend zu heimischen Produkten punkten.

Gartenbau zehrt vom Speckgürtel Berlin

„Unsere Stärke ist ganz klar Berlin mit dem dicht besiedelten Speckgürtel, wo auch zunehmend ein Markt für höherwertige, aufwendiger erzeugte Agrarprodukte entsteht. Dies gilt gleichfalls für biologisch und konventionell angebaute Sorten sowie die unterschiedlichen Absatzwege vom Lebensmitteleinzelhandel bis zur Selbstpflücke ab Hof“, sagte Vogelsänger während eines Grußworts zur Eröffnung der Jahresmitgliederversammlung des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg.

Gute Chancen ergäben sich nach Darstellung des Ministers vor allem für Kulturen, deren Früchte in der Mark besonders gut wachsen oder wo kurze Wege zum Verbraucher eine wichtiges Vermarktungsargument sind. Deshalb hätten sich in den letzten Jahren der Anbau von Spargel auf leichten Böden, aber auch Erdbeeren, Beerenkulturen, Nischenkulturen (Sanddorn, Aronia) und Süßkirschen gut entwickelt.

Wirtschaftsraum Spreewald und geografisch geschützte Spezialitäten

„Der Wirtschaftsraum Spreewald hat sich auf der Grundlage einer über Jahrhunderte gewachsenen Tradition als erfolgreicher Produzent von Gurkenspezialitäten und Meerrettich etabliert. Spreewaldgurken und Spreewaldmeerrettich sind EU-weit geografisch geschützte Spezialitäten. Entsprechend wurde in dieser Region der Anbau der Rohware verstärkt“, heißt es in einer begleitenden Pressemeldung.

„Qualität muss in jedem Jahr, mit jeder Saison erneut unter Beweis gestellt werden“, stellte der Minister klar. „Deshalb wird es auch in der laufenden EU-Förderperiode bis 2020 Unterstützung für den heimischen Gartenbau geben.“ (ts)

 

 

 

Kommentare (1)

  1. Dipl.-Bauing. Hans J. Zerche, Erfurt am 01.09.2015
    Eine barrierefreie (!) Wege-Verbindung zwischen dem Erfurter Domplatz und der Veste Petersberg ist dankenswerterweise vom ehem. Chefkonstrukteur der RBD Erfurt, Dipl.-Ing. Tolksdorf (86), entwi- ckelt und den Entscheidern der Landeshauptstadt vorgelegt worden (TA vom 01.09.15). Der Entwurf ist mit großem Interesse aufgenommen worden und stellt die praktikabelste Lösung dar, die derzeit verfügbar ist. Die Weg verbindet die Tiefgarage unter dem Petersberg mit dem Domplatz durch den vorhandenen Tunnel und den vorhandenen Aufzug. Vom vorhandenen Aufzug erstreckt sich eine mehrfach abgewinkelte Fußgängerbrücke, in 15 m Höhe, vorbei am Landgerichtsgebäude in Richtung Wallanlage am Mauerfuß. Ein zweiter Aufzug, hinter der Festungsmauer, bringt den Besucher zum bestmöglichen Aussichtspunkt über der Stadt, bereits bekannt durch das Wachhäuschen an der Mau- erecke über der Einfahrt zur Tiefgarage. Die Lösung ist in ihrer Schlichtheit brilliant zu nennen. Herrn
    Tolksdorf wird an dieser Stelle Hochachtung und Dank ausgesprochen, für den Einsatz für seine Stadt.

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