Heißschaum gegen Unkraut kann Herbizide ersetzen

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Heißwasserbehandlung von Mypex-Flächen im Betrieb Bongartz im Juni dieses Jahres. Deutlich abgestorbenes Unkraut nach zehn Tagen bei einer Flächenleistung von 411 Quadratmetern pro Stunde. Fotos: Rainer Wilke

Der Herbizid-, vor allem der Glyphosat-Einsatz in Deutschland und weltweit „ist in den letzten Jahren sehr stark gestiegen und wird weiter steigen, wenn wir nicht endlich was tun“, ist Hermann-Josef Schumacher, Geschäftsführer der Anbaugemeinschaft Bio-Zierpflanzen, überzeugt. Er setzt sich konsequent für den Einsatz einer Heißwasser-Schaum-Kombination zur Unkrautbekämpfung ein. Wo das in der Produktion möglich ist und welche bisherigen Praxiserfahrungen es gibt, davon berichtetet er der TASPO.

Wo wird Glyphosat derzeit im Gartenbau überall eingesetzt?

  • Nahezu in allen Reihenkulturen des konventionellen Obstanbaus,vom Apfel bis zur Zwetschke
  • in vielen Ackerbaukulturen, bis hin zum Sikkationseinsatz (Abreifebeschleunigung im Getreide) kurz vor der Ernte
  • in konventionellen Baumschulen
  • in konventionellen Zierpflanzen-Gärtnereien zur Unkrautvermeidung auf Stellflächen
  • im öffentlichen Grün zur Flächenpflege mit Antrag auf Ausnahmegenehmigung

Zumindest in allen Reihenkulturen und in der Landschaftspflege kann Glyphosat durch ein geschicktes Begleitpflanzen-Management mitphysikalischen Methoden ersetzt werden, ist Schumacher fest überzeugt. Physikalische Methoden seien zwar zunächst teurer, die Kosten würden sich aber durch den technischen Fortschritt verringern.

Was Glyphosat in Reihenkulturen und in der Landschaftspflege bewirkt, lässt sich mit Heißwassertechnik ebenso bewirken, sagt Schumacher. Es gibt in Deutschland und in den Niederlanden mehrere Firmen, die dazu praxiseingeführte und weiter entwicklungsfähige Konzepte bereithalten.

Eines davon ist das Elmotherm Heißwasser-Schaumsystem (siehe auch den Beitrag dazu im GaLaBauReport in der TASPO 48/2011). Hierbei handelt es sich um ein nassthermisches Verfahren zur Wildkrautkontrolle.

Detailiertere Informationen erhalten Sie in unserer aktuellen TASPO Ausgabe 41/2012. (kla/ts)

 
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