MPS und Blume 2000: Kooperation soll nachhaltigen Zierpflanzenanbau fördern

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Das neue Label „Nachhaltiger Anbau“. Foto: Blume 2000

Die niederländische Umweltstiftung MPS und Deutschlands größter Blumenfilialist Blume 2000 haben am vergangenen Freitag eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der sie künftig enger zusammenarbeiten wollen.

Die Stiftung MPS ist insbesondere für das sogenannte MPS-ABC System bekannt. Betriebe, die an diesem System teilnehmen, registrieren ihre Verbrauchsdaten in den Bereichen Energie, Dünger, Müll, Pflanzenschutzmittel und Wasser und werden anschließend nach einem systematischen Verfahren individuell eingestuft.

Die Klasse A steht dabei für vergleichsweise niedrige Verbrauchsdaten. MPS bietet darüber hinaus Zertifikate für den sozialverträglichen Anbau (MPS-SQ) sowie zur Absicherung der Produktionsumstände (MPS-GAP) an. Neben den ökologischen Kriterien aus MPS-ABC spielen auch soziale Aspekte und Produktionsbedingungen eine größere Rolle. Hierfür sollen Gartenbaubetriebe Schritt für Schritt auch die Anforderungen der Zertifizierungen MPS-SQ oder MPS-GAP erfüllen.

In den nahezu 190 Blumenfilialen von Blume 2000 soll den Kunden diese Entwicklung mit dem Eigenlabel „Nachhaltiger Anbau“ transparent gemacht werden.

Für die Auszeichnung von Pflanzen und Blumen setzt das Unternehmen voraus, dass der Gärtner nach MPS-SQ oder MPS-GAP zertifiziert ist und zudem den A-Status im Programm MPS-ABC erfüllt.

„In den letzten Jahren haben wir viel Arbeit und Engagement in die Einführung und konsequente Ausweitung von Fairtrade-zertifizierten Schnittblumen investiert. Nun ist es an der Zeit, dass wir nicht nur Nachhaltigkeitsanforderungen an afrikanische Blumenfarmen stellen, sondern auch bei Umwelt- und Sozialstandards europäischer Produzenten den nächsten Schritt gehen“, sagt Alexander Zoern, Geschäftsführer des Unternehmens Blume 2000.

Blume 2000 will dabei seine Lieferanten nach Kräften unterstützen. „Blume 2000 möchte seine Lieferanten nicht einfach nur mit Anforderungen konfrontieren, sondern steht ihnen partnerschaftlich bei der Umstellung auf einen nachhaltigeren Anbau zur Seite“, sagt Ina Reinders, Managerin für Corporate Responsibility bei Blume 2000.

Normalerweise ist die Betreuung seitens MPS gerade in der Startphase, in der die Erstansprache stattfindet, die Systematik vorgestellt und erläutert wird sowie die administrative und technische Aufnahme der Gärtner in das MPS-System erfolgt – sehr kostenaufwendig. Hier setzt Blume 2000 in der Betreuung der Lieferanten aktiv an und plant beispielsweise bundesweite Informationsveranstaltungen für seine Lieferanten.

Durch diese Unterstützung im gesamten Prozess und die Tatsache, dass die Ansprache der Gärtner größtenteils gebündelt erfolgt, können Kostenvorteile realisiert werden, die an die Gärtner weitergegeben werden, sagt Ina Reinders.

Um den Ansporn für ein gutes Abschneiden in der Umweltregistrierung MPS-ABC zu erhöhen, gibt es zudem einen sogenannten Umweltbonus. Diesen erhält ein Gärtner, wenn er in drei der vier jährlichen Einstufungen den Status MPS-A erreicht. (ts/ia)

 

Leserkommentare


  1. Ein hoch auf die grüne Branche... wie immer alles positiv ;)
    -5
    208 213
  2. 1. Wer mich kennt, der weiß, daß ich ganz bestimmt nicht zu den "Heulern" zähle.
    2. Sehr geehrter Herr Isensee:
    wenn ich Ihr überaus gelungenes, durchaus gefälliges Bild eine Weile ansehe, gelange ich zu der gefühlt sicheren Erkenntnis, dass Sie selber Ihr Geld, vor allem aber Ihren Lebensunterhalt, zumindest schon eine ganze Weile nicht mehr mit dem Verkauf von Baumschulprodukten und direkter gärtnerischer Dienstleistung verdienen (mit Verlaub ...)
    3. Das was Sie, Herr Isensee, den von solchen Preis- und Marketingpraktiken immer auf's neue und in immer neuen Varianten ruinös !! betroffenen Kollegen da mit auf den Weg geben, ist zwar gut und richtig !!, lässt jedoch eine halbwegs gründliche Analyse des tatsächlichen Geschehens schmerzlich vermissen.
    Denn:
    4. Aktion und Reaktion könnten in der Tat beiden Akteuren am Markt ("Billiger Jacob" auf der einen, eine gebeutelte Branche auf der anderen Seite) hilfreich sein.
    Jedoch, und das ist äußerst fatal:
    5. Nutzt die Billigbranche nicht nur ihren "BilligModus" sondern und das ist sehr, sehr clever analysiert und nachempfunden, auch gleich den Schub der Emotionen die natürlich mit den allerersten Früglings-Sonnentagen nahezu jeden Menschen erfassen !
    Und das definitiv exakt nach Kalender, ohne den bangen Blick aus dem Fenster ...!
    Also zu Zeiten, wo der seriöse Fachmann seine Präsentation gerade mal vorbereitet, denn er tut dies nicht in 20 Grad warmen Hallen, sondern dort wo diese Ware hingehört, im Freien !!
    Ist er damit fertig und hat bei gutem Wetter endlich auch wieder Kunden, dann sind beim "billigen Jacob" inzwischen Tausend und Abertausende Pflanzen zu einem absoluten "EgalPreis" im Einkaufskorb gelandet und verstopfen, sehr oft natürlich unqualifiziert, die Gärten !!
    Und
    6. Sind diese Verkaufsmengen nicht einfach "mal eine Aktion" sondern in Bezug auf die abgesetzten Stückzahlen der Branche, durchaus im schmerzlichen zweistelligen Prozentbereich.
    Alle Kunden die hier, oftmals völlig falsch, platziert haben, sind für den Fachmarkt auf lange Zeit verloren und verprellt.
    Denn der nächste Besuch beim Profi lässt ihn ganz zweifelsfrei zu der Erkenntnis gelangen abgezockt zu werden !
    Eine Staude kostet doch nur 0,14 € !
    Ein Apfelbaum nur 4.99 € !!
    Wichtig, und das lieber Herr Isensee, könnte doch mal 'ne Analyse aus der sicheren Distanz wert sein !?, es geht nicht um "Krümel" sondern zweistellige Anteile der verkauften Artikel !
    7. Im Gegensatz zu schlechter Qualität z.B. bei Haushaltsgeräten, "eitern" die pflanzlichen Fehlkäufe nur sehr langsam oder auch fast nie wieder heraus, der Mensch hängt halt an "Liebgewonnenem".
    8. Das eigentliche Problem ist also nicht, das hier und da Aktionen gefahren werden, sondern, dass in diesem Falle mit der Umsatzmacht "der Großen" eine ganze Branche existenziell ausgehöhlt wird. Denn für "Die Riesen" sind die "durchgereichten" Volumina unter der 1 % - Marke, sie merken also fast nicht, dass sie auf Erträge verzichten oder sogar hergeben um zu stützen !!, Und da liegt der berühmte Hase im Pfeffer.
    Und ja, da bin ich sehr wohl der Meinung, gehört ein Sichtbarer Aufschrei einer gebeutelten Branche ganz klar und laut hin!
    Und ja, die Branche sollte sich, evtl. mit Unterstützung von Ihnen, lieber Herr Isensee ?!, nicht verstecken und einen solchen Massivangriff "als Chance der Inspiration" sehen (darf ich lächerlich sagen ?), sondern endlich zur Gegenoffensive übergehen !!
    Wie auch immer die geartet ist ...
    Auch große Tiere mögen "Hornet pics" nicht !
    Thomas Glaevke
    BdB Landesverband Mecklenburg/ Vorp.
    +5
    204 199

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