Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche GaLaBau-Messe: GaLaBau-Branche prognostiziert fünf Prozent Umsatzplus für 2012

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„Wir werden ein weiteres erneutes Umsatz-Wachstum von über fünf Prozent in 2012 erzielen, wenn das Wetter in den letzten Monaten des Jahres mitspielt“, prognostiziert BGL-Präsident August Forster zum Start der 20. Internationalen Fachmesse „Urbanes Grün und Freiräume – Planen – Bauen – Pflegen“ in Nürnberg. Foto: BGL

Die Nachfrage nach landschaftsgärtnerischen Dienstleistungen ist auch in diesem Herbst äußerst rege. „Wir werden ein weiteres erneutes Umsatz-Wachstum von über fünf Prozent in 2012 erzielen, wenn das Wetter in den letzten Monaten des Jahres mitspielt“, prognostiziert August Forster, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). 

Vor dem Start der 20. Internationalen Fachmesse „Urbanes Grün und Freiräume – Planen – Bauen – Pflegen“ in Nürnberg zeigte er auf: „Auch nach dem Rekordjahr 2011 (Gesamtumsatz im GaLaBau: rund 5,6 Milliarden Euro) sind unsere Mitgliedsbetriebe derzeit voll ausgelastet. Neubau, Umbau und Renovierung von Privatgärten haben nach wie vor Konjunktur. Grün ist über alle Generationen hinweg ein gefragter Faktor zur Steigerung der Lebensqualität. Die aktuelle Nachfrage nach Maschinen und Geräten, Pflanzen und Materialien ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche GaLaBau-Messe.“

Auch wenn sich die Entwicklung der deutschen Wirtschaft – vor allem in den Schlüsselbranchen – abkühle und die Konsumenten die wirtschaftliche Lage zunehmend negativ bewerteten, seien sie mit Blick auf ihre persönliche Situation optimistischer. Forster: „Viele Menschen geben ihr Geld lieber aus, als mit niedrigstem Zins zu sparen.“

Angesichts vergleichbar niedriger Arbeitslosigkeit und erfreulicher Tariferhöhungen seien die Arbeitnehmer gut gestimmt. „Damit wächst auch die Bereitschaft, größere Anschaffungen zu tätigen. Im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau spüren wir dies auch an der ungebrochenen Nachfrage“, so der BGL-Präsident. Er schilderte, wegen der hohen Auslastung der Betriebe würden Aufträge im GaLaBau – soweit es möglich sei – sogar schon ins Jahr 2013 geschoben.

Zum einen sei die steigende Bedeutung des Grüns im Privatgarten-Markt spürbar. „Wir blicken auch zuversichtlich auf den Markt der Wohnungswirtschaft“, so August Forster. Er erläuterte: „Bei einer kürzlich von uns in Auftrag gegebenen Untersuchung zur Entwicklung der Nachfrage der Wohnungswirtschaft nach landschaftsgärtnerischen Dienstleistungen wurde festgestellt, dass die Gestaltung von Grün und Freiflächen um Wohnimmobilien eine wachsende Bedeutung für den Vermietungserfolg hat.“ Vor diesem Hintergrund sei ein eher steigendes Volumen der Ausgaben für GaLaBau-Leistungen für die Gestaltung, aber auch die entsprechende qualifizierte Pflege des grünen Wohnumfeldes zu erwarten.

Optimistisch zeigte sich BGL-Präsident Forster, dass der seit Jahren bei unter 20 Prozent stagnierende Markt fürs öffentliche Grün mittel- bis langfristig wachsen werde. „Der Druck auf die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden wird zunehmen und sie werden die Prioritäten ihrer Ausgabenliste verändern. Denn mehr und mehr wird erkannt und anerkannt, dass die Vegetation in Parks und grünen Oasen zur Verbesserung des Klimas, zur Feinstaub-Bindung, zur Biodiversität und zur Erhaltung der Gesundheit beiträgt“, erläuterte er.

Forster fügte hinzu: „Wissenschaftler des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT) empfehlen aufgrund ihrer aktuellen Forschungsergebnisse sogar, grüne Hecken an besonders belasteten Straßen zu pflanzen, weil sie bis zu 30 Prozent der Belastung durch Luftschadstoffe reduzieren.“ Solche Grünzüge könnten nicht nur innerstädtisch, sondern zum Beispiel auch an den Autobahnlängsseiten vergleichsweise einfach und kostengünstig angelegt werden. (bgl)

 

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