Kalifornien nutzt Abwässer zur Kultivierung von Pflanzen

0

Von Dürre betroffene Regionen profitieren zukünftig von der Abwasseraufbereitung. Foto: Pixabay

Der Bundesstaat Kalifornien plant bis Ende des Jahres die Aufbereitung von Abwässern, um von Dürre betroffene Regionen bei der Wässerung von Pflanzen zu entlasten. Bis 2018 ist die Fertigstellung einer Pipeline geplant, welche das Wasser auf einem Areal von 30.600 Hektar verbreitet. 

Kalifornien trockenes Klima

Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in der Zukunft Dürreperioden zunehmen werden. Besonders davon betroffen sind Regionen wie beispielsweise der Bundesstaat Kalifornien in den USA, in denen die klimatischen Bedingungen zu häufigen Trockenperioden führen. 

Um den Entwicklungen entgegen zu wirken, ist eine Nutzung von Abwässern zur Wässerung von Pflanzen in stark dürregeplagten Regionen geplant. Bis zum Jahr 2018 soll vor Ort eine Pipeline in Höhe von 100 Millionen Dollar entstehen, welche das gereinigte Wasser auf einem Gebiet von 30.600 Hektar auf dem Ackerland im Central Valley während Trockenperioden verteilt. 

Dürreperioden mit Grauwasser entlasten

In der Region um die Interstate 5, welche die wichtigsten Metropolen Kaliforniens miteinander verbindet und als landwirtschaftliche Nabe bekannt ist, werden mehr als 360 Produkte angebaut und produziert. Vor zwei Jahren kostete die Dürre die kalifornische Wirtschaft schätzungsweise 2,7 Billionen Dollar, so eine Studie des UC Davis Center for Watershed Sciences. Der Wassermangel führte bereits im Jahr 2016 zu einem Umsatzrückgang in Höhe von 247 Millionen US-Dollar. 

Zukünftig soll das Wasser aus Spülen, Duschen, Waschmaschinen und Toiletten in den Verwertungsanlagen in Modesto und Turlock gesammelt werden, um es dort zu verarbeiten und in sogenanntes Grauwasser, einem fäkalienfreien und gering verschmutztem Abwasser umzuwandeln. Das nicht-trinkbare Wasser ist anschließend von allen festen Rückständen befreit und kann bedenkenlos für die Pflanzenwässerung verwendet werden.

Wässerung  als langfristige Gegenmaßnahme

Das Grauwasser soll Landwirten in Dürreregionen langfristig dabei helfen, den hohen Wasserbedarf aufgrund des enormen Bevölkerungszuwachses in der Region abdecken zu können. „Ohne eine derartige Lösung wie diese, wird die Zukunft für meinen Sohn, meine Enkel und meine Familie - wir sind in der dritten Generation - ich weiß nicht, ob wir sonst unser Geschäft behalten können“, sagt Jim Jasper, Inhaber von Stewart & Jasper Orchards, einem Obstplantagen-Betreiber im San Joaquin Valley. 

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Benutzeranmeldung

TASPO Login

TASPO NEWSLETTER

Newsletter abonnieren

Meistgelesene Artikel

3

Die Gärtnersiedlung Rain am Lech entwickelt sich ständig weiter. Die Gewächshausflächen wurden erheblich erweitert, aber jetzt konnten viele Betriebe weitere Flächen erwerben, sodass bis zum Jahr 2020 laut einer Erhebung...

Mehr

Aktuell steht die Baumschulwirtschaft mit regionalen Aktionstagen und Messen wie der Oldenburger Vielfalt oder florum im Rampenlicht. Doch auch der Strukturwandel ist für die Betriebe weiter Thema, ebenso wie das...

Mehr

Vor zwei Monaten wurde Knut Steffen auf dem Bayerischen Marketingtag in Würzburg noch feierlich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet – jetzt ist der Marketingberater und Fachjournalist im Alter von nur 64 Jahren...

Mehr