Indega IPM Award für 2Save Energy

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Indega-Präsident Frank Lock (r.) und Vertreter des 2Save Energy Konsortiums bei der Verleihung des Indega IPM Innovation Awards. Foto: Rainer Schimm/Messe Essen

Das Gewächshaussystem 2Save Energy hat den Indega IPM Innovation Award gewonnen. Die vom 2Save Energy Konsortium entwickelte Gewächshauseindeckung ermöglicht es dem Gartenbau, 50 Prozent Energie zu sparen – bei mehr Ertrag.

Die im Rahmen der IPM ausgezeichnete Universaleindeckung für Venlo-Gewächshäuser besteht nach Angaben der Entwickler aus einer äußeren Schicht aus transparentem Glas mit zweiseitiger Antireflexbeschichtung und einer inneren Schicht aus diffuser F-Clean Folie. Dazwischen befindet sich ein lüftbarer Hohlraum.

Isoliert genauso gut wie mehrfach beschichtetes Doppelglas

Nach Aussage des 2Save Energy Konsortiums soll diese Kombination fast genauso gut isolieren wie mehrfach beschichtetes Doppelglas, sei jedoch viel leichter und preisgünstiger in der Herstellung. Zudem sei sie genauso lichtdurchlässig wie herkömmliche Gewächshauseindeckungen aus Einfachglas, die Sonnenlicht nicht zerstreuen kann.

In einem rund 500 Quadratmeter großen Modellgewächshaus auf dem Gelände der Universität Wageningen in Bleiswijk wird die 2Save Energy Eindeckung seit Anfang 2015 einer ganzjährigen Praxiserprobung unterzogen. Dem Konsortium zufolge hat dieser Praxistest ergeben, dass sich die theoretischen Werte problemlos in der Praxis erzielen lassen.

In Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen entwickelt

Die 2Save Energy Gewächshauseindeckung wurde entwickelt durch ein Konsortium aus VDH Plastic Greenhouses, Van der Valk Horti Systems, Boal Systems und AGC in Zusammenarbeit mit der Universität Wageningen & Research Glastuinbouw, dem Forschungsinstitut für den Unterglasgartenbau.

Beim Indega IPM Innovation Award standen in diesem Jahr Innovationen und technische Neuerungen rund um die regionale und überregionale Produktion von Gemüse im Fokus. Voraussetzungen für die Einreichung waren, dass die Produkte einen ökonomischen und ökologischen Nutzen bieten, marktfähig sind und auf der IPM präsentiert werden.

 

Kommentare (1)

  1. Roberta am 18.05.2017
    Unglaublich: In der BfR Pestizidkommission, die Glyphosat als harmlos einstufen, sind 3 der 13 Experten hochrangige Mitarbeiter der Glyphosathersteller BAYER und BASF. Das ist so wissenschaftlich, als wenn die Ingenieure von AUDI und PORSCHE, den VW Abgasskandal untersuchen würden. 


    http://www.bfr.bund.de/de/mitglieder_der_bfr_kommission_fuer_pflanzenschutzmittel_und_ihre_rueckstaende-189320.html

    
Der Leiter der ECHA Kommission ist freier Chemieberater, der normalerweise für die Chemiekonzerne und Glyphosathersteller arbeitet.


    https://www.global2000.at/glyphosat-echa-entscheidung-ignoriert-wissenschaftliche-fakten

    Und daher hat die ECHA, wie das BfR, auch nur die geheimen Glyphosatstudien der Hersteller für ihre Bewertung herangezogen. 

Obwohl 100 Studien, die nicht von Monsanto erstellt oder finanziert wurden, belegen, dass Glyphosat DNA-, Zell-, Leber-, Hormone, Nieren-, Darmbakterien und das Autoimmunsystem schädigt und krebserregend ist:

    http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

    
Auch der 119. Deutschen Ärztetag hat sich geschlossen für ein Verbot von Glyphosat in einem Brief an Frau Merkel ausgesprochen. Zitat: "Glyphosat (...) DNA- und chromosomale Defekte in menschlichen Zellen verursacht". Und „ Für gentoxische Effekte besteht nach derzeitiger wissenschaftlicher Meinung kein unschädlicher Schwellenwert.“, wie hier in der Pressemeldung steht:

    http://www.presseportal.de/pm/9062/3337906

    


Monsanto wird gerade in den USA von über 1000 Geschädigten, vor allem Landwirte, verklagt, die wahrscheinlich durch Glyphosat das Non Hodgkin Lymphom bekommen haben, verschiedene tödliche Tumorarten.

    In diesem Gerichtsprozess wurden auch interne Email von Monsanto veröffentlicht, die belegen, dass Monsanto die Studien selber erstellt, und dann externe Wissenschaftler, wie den deutschen Prof Greim oder die US Wissenschaftler Kier, Kirkland, Williams, Kroes und Munro… nur noch dafür bezahlt hat, dass sie diese unterschreiben und als ihre ausgeben.

    
Die leitende Monsanto Toxikologin, Dr. Donna Farmer, hatte zudem 2009 in einer offiziellen E-Mail zugegeben, dass sie nicht sagen kann, ob Roundup Krebs erzeugt, da sie das nie untersucht hätten.
    Das alles hat die Süddeutsche hier dokumentiert.


    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/umstrittene-chemikalie-wie-monsanto-hinter-den-kulissen-agiert-1.3445002

    Daher ist die Verlängerung von Glyphosat ein krimineller Skandal, auf Kosten der Gesundheit von über 500 Mio EU Bürgern zugunsten der Milliardengewinne der Chemiekonzerne, die nicht nur mit Glyphosat Milliarden verdienen sondern vor allem mit den Medikamenten gegen die Folgen.

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