Blumen & Zierpflanzen: Markt im Aufwind

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Die Pro-Kopf-Ausgaben im vergangenen Jahr für Blumen und Zierpflanzen liegen laut AMI bei 107 Euro. Foto: eevlada/Fotolia

Der Markt für Blumen und Zierpflanzen scheint wieder zu wachsen. Für 2016 schätzt die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), auf Basis der ersten neun Monate, das gesamte Umsatzvolumen auf 8,7 Milliarden Euro zu Einzelhandelspreisen. Das entspricht einem Plus von gut zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr und dem höchsten Marktvolumen, seit 2010 mit der Datenerfassung begonnen worden ist.

Bei den Pro-Kopf-Ausgaben 2016 für Blumen und Zierpflanzen rechnet die AMI mit knapp 107 Euro, drei Euro mehr als im Vorjahr. Zugelegt haben dabei vor allem Zimmerpflanzen mit 19 Euro. Beet- und Balkonpflanzen erreichten demnach knapp die 22-Euro-Marke. Stabil geblieben sind die Ausgaben für Schnittblumen als größtes Marktsegment (gut 37 Euro) ebenso wie für Stauden (sechs Euro), Gehölze (17 Euro) und Blumenzwiebeln (drei Euro).

Kräuter, Gehölze und Stauden gehören erneut zu den Gewinnern

Das Wachstum zieht sich nach Aussage der AMI durch alle Marktsegmente, wobei einige weniger stark zulegten als der Gesamtmarkt. Zu den Gewinnern gehören erneut Kräuter, Gehölze und Stauden. Bei grünen Zimmerpflanzen mit einem Vorjahresplus von knapp vier Prozent (0,4 Milliarden Euro) sind sogar erstmalig seit Jahren wieder Zuwächse zu verzeichnen.

Mit einem Vorjahresplus von gut fünf Prozent wuchs das Marktsegment der Kräuter am stärksten und erreichte so laut AMI ein Volumen von 0,2 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Gehölze erreichten 2016 ein Marktvolumen von gut 1,4 Milliarden Euro, was einem Vorjahresplus von knapp vier Prozent entspricht.

Stauden und Blumenzwiebeln erreichten jeweils Steigerungsraten von gut drei Prozent, was bei Stauden zu einem Marktvolumen von 0,5 Milliarden Euro führt, bei Blumenzwiebeln zu knapp 0,3 Milliarden Euro.

Schnittblumen, blühende Zimmerpflanzen und Beet & Balkon entwickeln sich unterdurchschnittlich

Unterdurchschnittlich entwickelten sich dagegen Schnittblumen, blühende Zimmerpflanzen und Beet- und Balkonpflanzen. Mit einem Plus von jeweils knapp zwei Prozent erreicht das Marktvolumen der Schnittblumen gut drei Milliarden Euro, das der blühenden Zimmerpflanzen rund 1,1 Milliarden Euro.

Schlusslicht sind Beet- und Balkonpflanzen, die mit einem Wachstum von weniger als einem Prozent im vergangenen Jahr das Marktvolumen von 1,8 Milliarden Euro knapp verfehlt haben.

 

Leserkommentare


  1. Glyphosat gehört einfach nicht auf unsere Böden, es gelangt ins Grundwasser, das Krebsrisiko kann nicht ausgeschlossen werden und es führt zu einer Veramung der Landschaften. Ich unterstütze voll die Kampagne von Campact
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