Virtuelle Währungen – Zahlung der Zukunft?

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Kein reales Geld mehr, sondern virtuelle Währungen. Foto: vege - Fotolia.com

Digitales Payment Das Zukunftsinstitut Kelkheim beschäftigt sich in seinem Monatsmagazin Trend-Update, Ausgabe 02/2012, mit der Zukunft des Geldes. Überall entstehen derzeit neue Währungen, heißt es darin, vor allem im Internet: Die Finanzkrise verschärfe die Suche nach Alternativen zum Zentralbankgeld. Das Titelthema „Pop-up-Money“ zeigt auf, welche neuen Formen von Geld, Währungen und Bezahlmethoden auf uns zukommen werden. Für Unternehmen berge diese neue Vielfalt große Chancen, das Geschäft von den Wurzeln her zu verändern.

Zwar beschäftige sich derzeit erst eine Minderheit intensiv mit dieser Thematik, aber Komplementärwährungen träten immer mehr ins Bewusstsein. Die bekannteste Internetwährung dürfe wohl derzeit Bitcoin sein. Sie existiere seit Anfang 2009 und gehe auf den Vorschlag und die Software eines Japaners namens Satoshi Nakamoto zurück. Das Bitcoin-Gesamtvolumen habe sich im Juli 2011 umgerechnet auf etwa 120 Millionen US-Dollar belaufen, das tägliche Transaktionsvolumen auf über eine Million US-Dollar. Virtuelle Währungen dienten schon heute als unkompliziertes Zahlungsmittel bei Online-Käufen.

Anders als bei herkömmlichen Zahlungsmitteln, wie etwa Banknoten, fließe kein reales Geld. Es handele sich um elektronische Währungen. Flugmeilen, Bonuspunkte, Mobiltelefon-Gesprächsguthaben oder CO2-Zertifikate seien gängige Beispiele dafür. Werden diese außerhalb der Unternehmensgrenzen als Bezahlsystem akzeptiert oder in reale Währung zurückkonvertiert, finde streng genommen Geldschöpfung statt. Jedes Unternehmen werde somit zu seiner eigenen kleinen Zentralbank.

Wer die Bezahlvorgänge kontrolliert, habe Zugriff auf den wichtigsten Rohstoff der Zukunft: sensible Kundendaten. Deshalb sei der Markt für das digitale Payment so heiß umkämpft. Im genannten Trend-Update finden sich neben einem Überblick über die derzeit bestehenden virtuellen Währungen ausführliche Informationen und Best-Practice-Beispiele, wie die neuen Bezahlmöglichkeiten Geschäftsmodelle verändern. (ts)

 

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